Großeinsatz nach Verfolgungsjagd

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Rohrdorf - Nach spektakulärer Verfolgungsjagd schleuderte ein Autodieb mit seinem Wagen in eine Wiese. Trotz Hubschrauber, Wärmebildkamera und Großfahndung konnte er aber entkommen.

Auch an diesem Wochenende mussten sich die Verkehrsteilnehmer auf den Autobahnen im Zuständigkeitsbereich der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim wieder in Geduld üben. Nachdem mit Ausnahme von Bayern nun alle Bundesländer ihre Schüler in die wohlverdienten Sommerferien verabschiedeten, kam es auch an diesem Reisewochenende erwartungsgemäß wieder zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Besonders auf der A8 ging es in beiden Richtungen teilweise nur noch im Schritttempo voran.

Insgesamt mussten die Beamten seit Freitag Mittag 13 Verkehrsunfälle aufnehmen. Meistens war es die Unachtsamkeit der Fahrzeugführer, die zum Unfall führte. Zwar wurde glücklicherweise niemand verletzt, den Gesamtsachschaden schätzt die Polizei allerdings auf über 70.000 Euro.

Spektakuläre Verfolgungsjagd

Während die meisten Verkehrsunfälle für die eingesetzten Beamten unspektakulär waren, wurde es am Samstag Abend durchaus spannender: Gegen 21.30 Uhr wollte eine Zivilstreife an der Anschlussstelle Bernau am Chiemsee einen Pkw kontrollieren. Dieser missachtete aber alle Anhaltesignale und versuchte in einer filmreifen Verfolgungsfahrt in Richtung München zu flüchten. Kurze Zeit später wollte er an einer Ausfahrt in Rohrdorf die Autobahn verlassen. Hierbei unterschätzte er aber die gefahrene Geschwindigkeit und schleuderte mit dem Fahrzeug rund 200 Meter in die angrenzende Wiese.

Autodieb konnte zu Fuß flüchten

Unmittelbar nach dem Unfall setzte der Fahrer seine Flucht zu Fuß fort. Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde der Grund der Flucht schnell klar. Das Fahrzeug wurde wenige Tage zuvor in Nordbayern gestohlen und war im Polizeicomputer bereits ausgeschrieben. Trotz großangelegter Fahndung, bei der auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera und Nachsichtgerät eingesetzt wurde, fehlt von dem Flüchtigen bislang jede Spur.

Anzeigen wegen Geschwindigkeitsverstößen

Aber nicht nur mit dem Reiseverkehr waren die Beamten an diesem Wochenende beschäftigt. Nachdem es in den vergangenen Wochen in den bekannten Baustellen der Inntalautobahn vermehrt zu Verkehrsunfällen kam, wurde nun ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und des bestehenden Überholverbotes gelegt. Mit einem zivilen Motorrad wurde in den besagten Streckenabschnitten eine intensive Verkehrsüberwachung durchgeführt. Eine Vielzahl von Verkehrsteilnehmern musste angezeigt werden.

Während die Meisten durch Zahlung eines entsprechenden Bußgeldes noch mal mit einem blauen Auge davonkamen, muss sich ein 41 jähriger Italiener nun wegen mehrerer Straftaten verantworten. Nachdem er durch seine rasante Fahrweise aufgefallen war, wurde auch er einer Polizeikontrolle unterzogen. Hierbei wurde zunächst festgestellt, dass sein Führerschein nicht mehr gültig war. Der Spürsinn der Beamten brachte aber noch weitaus belastenderes Material für den Außendienstmitarbeiter ans Tageslicht: Bei der Durchsuchung des Fahrzeuginnenraumes wurden fast 10 Gramm Haschisch aufgefunden. Der Autofahrer wurde festgenommen und konnte erst nach Hinterlegung einer vierstelligen Kaution wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Pressemeldung VPI Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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