Aufgeheizte Stimmung beim Traunsteiner Frühlingsfest

Traunstein – Reichlich zu tun hatte die Polizei Traunstein zum Start in das Abschlusswochenende des Traunsteiner Frühlingsfestes.

Bereits im Vorfeld des eigentlichen Frühlingsfestes wurden gegen 18:15 Uhr in der Bürgerwaldstrasse 60-70 Jugendliche gesichtet, die randalierend und Leute „anpöbelnd“ in Richtung Volksfestplatz gingen. Die Jugendlichen konnten allerdings durch starke Polizeipräsenz schnell wieder versprengt und werden. Gegen 19:45 Uhr erfolgte dann der erste Einsatz, als zwei 15- und 16-jährige Jugendliche aus Siegsdorf Pfefferspray auf dem Festplatz versprühten. Eine 14-jährige aus Bergen und ein 13-jähriger Traunsteiner erlitten Haut- und Schleimhautreizungen. Gegen die beiden Täter läuft nun ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und einem Verstoß gegen das Waffengesetz. Beide Täter hatten keinerlei messbare Alkoholisierung. Hierzu meldete sich um 21:30 Uhr noch eine 15-jährige Traunsteinerin als weitere Geschädigte. Auch sie musste ambulant im Klinikum Traunstein behandelt werden.

Vorgetäuschter Selbstmordversuch

Gegen 23.00 Uhr wurde die von reichlich Alkohohl angeheizte Stimmung sehr aggressiv. Die Polizei Traunstein musste wegen mehrerer kleinerer Streitigkeiten und Raufereien ohne verletzte Personen mehrfach rasch eingreifen. Auch nach Beendigung des Festbetriebes wurden immer wieder Auseinandersetzungen und Körperverletzungsdelikte bekannt. Trotz massivem Streifen-Einsatzes in der Innenstadt konnten nicht alle Auseinandersetzungen im Vorfeld verhindert werden.

Am frühen Samstagmorgen gegen 00.30 Uhr wurden zwei 18- und 19-jährige Traunsteiner völlig grundlos zusammengeschlagen, als sie durch die Bahnhofsunterführung auf die Güterhallenstrasse kamen. Trotz intensiver Suche konnten die vier unbekannten Täter bisher nicht ermittelt werden.

Um 00:50 Uhr meldete eine 18-jährige Freilassingerin bei der Einsatzzentrale Rosenheim, dass sie und ihre 17-jährige Freundin sich am Bahnhofsplatz „geritzt“ hätten, und nun die Polizei bräuchten. In Erwartung eines Selbstmordversuches fuhren Polizei und Rettungskräfte vor, um dann festzustellen, dass die beiden stark angetrunkenen Mädchen sich selbst leichteste Verletzungen durch Schnittwunden zugefügt hatten. Hintergrund: Die beiden wollten sich von Polizei oder Rettung nach Hause fahren lassen.

In ihrem Alkoholrausch mit 1,50 und 1,70 Promille war den beiden entgangen, dass neben eine Ausnüchterung in der Haftzelle auch noch ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauch von Notrufen auf sie zukommt.

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser