Interview mit Veronika Lutz von "Game of Chefs"

Vroni: "Mir reinpfuschen geht gar nicht!"

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Volontär Hardy Heuer mit "Game of Chefs"-Teilnehmerin Veronika
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Riedering - Veronika Lutz hat bei der Koch-Show "Game of Chefs" bei VOX in der ersten Runde die Juroren begeistert. Vor der nächsten Folge hat rosenheim24.de mit ihr gesprochen.

Veronika Lutz war eine der großen Gewinnerinnen in der ersten Folge bei der neuen TV-Koch-Show "Game of Chefs" bei VOX. Die 31 Jahre alte Dreifach-Mutter aus Riedering überzeugte die drei Juroren Christian Lohse (2 Sterne), Christian Jürgens (3 Sterne) und Holger Bodendorf (1 Stern) restlos und heimste viel Lob für ihren Teller ein.

Nun geht es in der nächsten Folge darum, dass Vroni es in ein Team der Chefköche schafft. Anschließend werden die drei Teams im ersten Wettkampf direkt auf die Probe gestellt. Innerhalb von 60 Minuten muss ein Fischgericht für eine 14-köpfige Jury gekocht werden, die aus Fischern und Fischexperten besteht. Nur das Team, das die Spezialisten überzeugt, schafft auch den direkten Sprung in die nächste Runde. Eine Vorschau auf die nächste Folge gibt es hier im Video zu sehen.

rosenheim24.de hat vor der nächsten Folge am Dienstag mit Vroni über ihre Teilnahme bei "Game of Chefs", den Konkurrenzkampf, Chancen und Träume gesprochen.

rosenheim24.de: Wie kamst du auf die Idee, dich bei "Game of Chefs" zu bewerben?

Vroni: Ursprünglich wollte ich mich mit meiner Freundin Silke zusammen bewerben. Da es aber zu aufwendig gewesen wäre, habe ich mich dazu entschlossen, mich alleine zu bewerben.

rosenheim24.de: Was sagt deine Familie zur Teilnahme an der Koch-Show?

Vroni: Sie finden es natürlich toll und sind ganz stolz. Die Kinder freuen sich, wenn sie ihre Mama im Fernsehen sehen. Mein Mann unterstützt mich dabei großartig. Ohne ihn wäre die Teilnahme nicht möglich gewesen, da es ein wahnsinniger Zeitaufwand ist.

rosenheim24.de: Hattest du einen Glücksbringer?

Vroni: Meine älteste Tochter hat mir einen Brief mitgegeben, wo sie etwas gemalt hat. Aber einen speziellen Glücksbringer hatte ich nicht dabei.

rosenheim24.de: Wie hast du dich auf die TV-Show vorbereitet?

Vroni: Ehrlich gesagt habe ich mich überhaupt nicht vorbereitet. Ich habe natürlich schon einmal einen Rehrücken oder Topinambur-Püree gekocht, aber den Rosenkohl noch nie so gemacht, wie in der ersten Sendung. Wenn man aber ein erfahrener Koch ist, dann weiß man, was in einer Stunde alles zu machen ist.

rosenheim24: Du hast also keinen Zeitdruck oder Nervosität verspürt.

Vroni: Ich war schon aufgeregt, aber ich bin mit der Einstellung in die Sendung gegangen, dass ich Hobbyköchin bin und sowieso nichts zu verlieren habe. Ich habe nicht den Druck, den ein Profikoch hat. Sollte ich rausfliegen, dann gehe ich erhobenen Hauptes.

Für Smartphone-User: Hier geht es zum Voting!

rosenheim24.de: Glaubst du, dass man als Hobbykoch überhaupt eine Chance gegen die Profis hat?

Vroni: Der signifikanteste Unterschied ist die Optik. Ich bin im Gegensatz zu einem Profi das Anrichten nicht gewöhnt, die ganzen Feinheiten auf dem Teller eben. Und natürlich haben die Profis ein großes Repertoire an Gerichten, vor allem wenn spontan gekocht werden muss. Ich hingegen muss da erst einmal überlegen. Aber ich behaupte, dass ich geschmacklich mit ihnen mithalten kann.

rosenheim24.de: In der ersten Sendung hast du ja überragende Kritiken von den drei Chefköchen erhalten.

Vroni: Ja, das war total cool! Wenn du von drei in der Gastro-Szene extrem bekannten Sterneköchen so eine tolle Kritik bekommst, ist das natürlich der Wahnsinn.

rosenheim24.de: Hattest du mit so viel Lob gerechnet?

Vroni: Ein gutes Gefühl hatte ich vor der Verkostung nicht. Das Topinambur-Püree ist mir nämlich etwas misslungen. Beim Rehrücken, der Sauce und dem Rosenkohl war ich hingegen zufrieden. Ich hatte gemischte Gefühle.

rosenheim24.de: Wo hast du gelernt so gut zu kochen?

Vroni: Meine Mutter ist eine exzellente Köchin und hat sehr viel Wert auf gesunde Ernährung gelegt. Da habe ich das so mitbekommen. Außerdem haben ich und meine Freundin Silke haben mal zusammengewohnt und angefangen, füreinander und für Freunde zu kochen. So hat sich das entwickelt.

rosenheim24.de: Wirst du denn auf der Straße erkannt?

Vroni: Ich bin in Riedering aufgewachsen, da bin ich Zuhause. Ich werde schon erkannt, wenn ich zum Beispiel beim Metzger bin. Da kommen dann so Fragen wie: "Hab ich dich nicht im Fernsehen gesehen?" Das ist ein tolles Gefühl, die Resonanz ist durchweg positiv.

rosenheim24.de: Am Dienstag steht der Erste Wettkampf an und es muss ein Fischgericht zubereitet werden. Liegen dir Fischgerichte?

Vroni: Mir liegt grundsätzlich alles. Es gäbe jetzt kein Gericht, wovor ich Angst hätte. Fisch gehört bei uns einmal die Woche dazu, deshalb ist mir da nicht angst und bange.

rosenheim24.de: Liegt dir das Kochen im Team oder bist du da eher die Einzelkämpferin?

Vroni: Ich habe keine Kochausbildung und kenne dieses Unterordnen in der Küche nicht. Wenn mir aber jemand reinpfuscht - das geht gar nicht! Am Ende muss das Team auf dem Teller erkennbar sein.

rosenheim24.de: Was würdest du mit den 100.000 Euro machen?

Vroni: Das erste wäre, mit meiner Familie in Urlaub zu fliegen. Sie haben die größte Entbehrung. Und dann eben das Café, das ich eröffnen möchte. Das kommt aber auch, wenn ich nicht gewinne. Mein Wunsch ist, ein gehobenes Essen von der Qualität und dem Geschmack herzurichten und mit lockerer Atmosphäre zu verbinden. Diese Sterne-Restaurant-Atmosphäre mag ich nämlich nicht. Ich persönliche würde keinen Stern wollen. Man wäre dann in einen gewissen Standard eingespannt, was Präsentation und Service betrifft. Das ist nicht meins, das bin ich nicht.

rosenheim24.de: Wer sind denn die größten Kritiker? Deine Kinder oder die Chefköche?

Vroni: Der größte Kritiker ist eigentlich mein Mann und mittlerweile sehr verwöhnt. Er ist da ehrlich und sagt mir, wenn ihm etwas schmeckt oder nicht.

rosenheim24.de: Was ist neben dem Café dein größter Wunsch für die Zukunft?

Vroni: Das coolste wäre natürlich, wenn jemand mit mir eine Kochsendung machen wollen würde. Das wäre das Nonplusultra!

Bilder von Vronis erstem Auftritt bei "Game of Chefs"

Veronika Lutz aus Riedering bei "Game of Chefs"

hy/redro24

Quelle: rosenheim24.de

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