"Die Reise ist das Ziel"

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Markus Glück (l.) und Matthias Stampfl müssen nur noch packen, dann geht's los.

Tittmoning - Am Montag beginnt für Markus Glück und Matthias Stampfl wohl das größte Abenteuer ihres Lebens - von Dresden über Dakar nach Banjul!

Auch wenn Markus gleich zu Beginn des Interviews mit Chiemgau24 lachend erklärt: "Wir machen öfter komische Sachen." Während das in den vergangenen Jahren eher Mofa-Trips nach Italien oder von Deutschland über Österreich und die Schweiz nach Lichtenstein waren, sind die beiden ab Montag fast einen Monat lang in einem Jeep Cherokee unterwegs. Sie nehmen an der Rallye Dresden-Dakar-Banjul teil.

"Ich habe einen Bericht über die Rallye im Fernsehen gesehen", verrät Markus, wie es zu der Idee kam, daran teilzunehmen. "Ich habe es dann Matthias erzählt, ihn wochenlang genervt, bis er schließlich ja gesagt hat." Kaum war die Idee geboren, haben sich die zwei auf die Suche nach einem passenden Auto gemacht. "Es gibt durchaus Teilnehmer, die die Rallye mit einem Nissan Sunny oder einem Renault Twingo machen. Wir wollen aber in der Wüste nicht schieben müssen", lacht Matthias. Also wurde es ein Jeep Cherokee Baujahr 1993.

Rallye Dresden-Dakar-Banjul von Tittmoning aus

"Als wir den hatten, mussten wir ihn erstmal klar machen, dass er 7000 Kilometer läuft", gibt Matthias Einblick in die Vorbereitungen. Der Elektriker und der Installateur Markus sind zwar durch ihre Motorräder mit der 'Schrauberei' vertraut, aber einen kompletten Motor wollten sie dann doch unter Anleitung zerlegen. Da sie für ihren insgesamt 5000 Euro teuren Trip auch Sponsoren suchten, traf es sich gut, dass auch eine Autowerkstatt darunter war, wo sie unter Anleitung nach den Öffnungszeiten arbeiten durften.

"Wir haben seit Januar an dem Trip geplant, zwischenzeitlich war es stressig und wir gar nicht mehr so motiviert", muss Markus zugeben. Aller Ärger ist jetzt aber vergessen. Das Auto läuft und hat seinen Härtetest auch schon bestanden. "Wir waren vor vier Wochen in Dresden bei einer Informationsveranstaltung der Rallye. Da sind wir mit dem Jeep 1400 Kilometer gefahren." Und nicht nur gefahren sind die beiden damit, sie haben auch im Auto geschlafen und ihr 'Bett' für den kommenden Monat getestet.

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"Wir werden uns schonmal schlagen", antwortet Matthias grinsend auf die Frage, ob sie es einen Monat miteinander auf engstem Raum miteinander aushalten könnten. "Aber das wird dann schon wieder." Nein, die beiden wissen, dass sie das Abenteuer gemeinsam meistern werden. Ihren Freunden und Familien bleibt nichts anderes übrig, als ihnen viel Glück zu wünschen und immerhin geht die Reise ja nicht direkt durch ein Krisengebiet.

"Im Senegal ist zwar immer noch Bürgerkrieg", weiß Matthias. "Aber der ist nicht durch Waffen geprägt." Außerdem werden die Teilnehmer der Rallye dort vom Grenzschutz eskortiert. "Die wollen sicher stellen, dass wir unsere Autos nicht verkaufen, sondern nur durchfahren."

Die beiden Abenteurer wollen ihr Auto aber gar nicht verkaufen, denn es wird am 4. Dezember in Banjul für einen guten Zweck versteigert. Bis dahin müssen Markus und Matthias in Westafrika angekommen sein. Der Rückflug ist für 8. Dezember gebucht und spätestens nach ihrer Rückkehr wird sich Chiemgau24 das ganze Abenteuer schildern lassen.

cz

Quelle: chiemgau24.de

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