Bundeswehrsoldat (32) stürzte wohl in den Tod

Nebel, Regen, schlechte Sicht: So lief die Suche an der Reiter Alpe

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Obwohl mit allen erdenklichen Mitteln gesucht wurde, konnten die Retter einen 32-jährigen Bundeswehrsoldaten aus Bad Reichenhall nur noch tot auffinden. Er stürzte wohl bereits am Samstag vor einer Woche dort alleinbeteiligt ab.

Bad Reichenhall - Seit Montag lief die Suche nach einem 32-jährigen Bundeswehrsoldat. Obwohl die Retter, gegen widrige Wetterbedingungen ankämpfend, mit äußersten Mühen suchten, konnte er nur noch tot gefunden werden.

Die Pressemeldung im Wortlaut:


Die Besatzung des Polizeihubschraubers "Edelweiß 3" hat am Samstagvormittag, gegen 9.30 Uhr, den seit Tagen vermissten 32-jährigen Bundeswehr-Soldaten tödlich abgestürzt in 1.248 Metern Höhe am Fuß des Alphorns auf der Nordostseite der Reiter Alpe gefunden. Der Gebirgsstock liegt westlich direkt gegenüber des Lattengebirges auf der anderen Seite des Schwarzbachtals. Der Mann war offenbar bereits am Samstag, den 9. Mai vor einer Woche abends nach einer vorherigen Lattengebirgsüberschreitung noch auf die Reiter Alpe gegangen und im Abstieg von der Hirschwiese über den wenig begangenen und stellenweise verfallenen und sehr ausgesetzten Laufsteig alleinbeteiligt tödlich abgestürzt.

Wetter erschwerte Suche

Die Bergwacht, die Alpine Einsatzgruppe (AEG) der Polizei und Bundeswehr-Kameraden des vermissten Soldaten hatten den ganzen Freitag, den 15. Mai über mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften zunächst im Lattengebirge nach dem 32-Jährigen gesucht, nachdem am Donnerstagabend ein Jäger sein seit Tagen am unteren Ende des Predigtstuhl-Waxriessteigs abgesperrtes Mountainbike wegen der Öffentlichkeitsfahndung bei der Polizei gemeldet hatte. Die Bergwacht begann bereits von 1 bis 4 Uhr in der Nacht, trotz der widrigen Wetterverhältnisse, den Waxriessteig und den angrenzenden Poschberg in der Hoffnung abzusuchen, um den Mann noch lebend zu finden.


Obwohl die zwölf Suchtrupps den ganzen Freitag über mehr als 20 Steige und das angrenzende Gelände abgesucht hatten und dabei von Suchhundeteams, einer Drohne und dem Polizeihubschrauber "Edelweiß 2" unterstützt wurden, konnten sie den Mann nicht finden. Die meiste Zeit anhaltender Nebel und Regen erschwerten die Arbeit im Gelände und sorgten für schlechte Sicht, weshalb auch der Heli erst am späten Nachmittag fliegen konnte.

Arzt konnte nur noch Tod feststellen

Am Samstagvormittag setzten insgesamt 60 Männer und Frauen der drei Organisationen mit einer gemeinsamen Einsatzleitung im Reichenhaller Bergwacht-Haus die Suchaktion fort, die auch auf die Südwestseite des Lattengebirges und die gegenüberliegende Reiter Alpe ausgedehnt wurde. Gegen 9.30 Uhr fand die Besatzung von "Edelweiß 3" dann einen tödlich Abgestürzten im Bereich des Laufsteigs, den die per Winde abgesetzten Einsatzkräfte von Polizei und Bergwacht als den Vermissten identifizieren konnten. 

Vermisstensuche der Bergwacht bei Bad Reichenhall am 14. Mai

 © BRK KV Berchtesgadener Land
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Der Ruhpoldinger Bergwacht-Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen, der nach der Unfallaufnahme mit der Winde aufgenommen und zum Landeplatz der Wehrtechnischen Dienststelle Oberjettenberg ausgeflogen wurde. Ein Polizeibergführer der Polizeiinspektion Bad Reichenhall übernahm die Sachbearbeitung. Nach seinen bisherigen Ermittlungen dürfte der Mann alleinbeteiligt auf abgestürzt sein.

Pressemeldung BRK BGL

Quelle: BGland24.de

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