"Schauer und Gewitter werden stärker"

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Rosenheim - Die schweren Unwetter in der Region sind zwar ein natürliches Phänomen - doch wegen der Klimaerwärmung drohen im Sommer nun stärkere Schauer und Gewitter!

Vor gut einer Woche das schwere Unwetter mit Sturm, Hagel und Regen und am Donnerstag heftiger Starkregen. Beide Unwetter haben innerhalb der letzten zehn Tage im Landkreis Rosenheim gewütet und Sachschäden in Millionenhöhe mit sich gebracht.

Da stellt sich die Frage, ob in Zukunft öfter mit solchen Naturkatastrophen gerechnet werden muss und ob die Unwetter verheerendere Folgen haben als bisher. "Im Rahmen der allgemeinen Klimaerwärmung muss in der Tat damit gerechnet werden, dass Schauer und Gewitter im Sommer stärker werden, da mehr Energie in der Atmosphäre vorhanden ist, die dann in solchen Unwettern frei werden kann", so Gerhard Müller-Westermeier vom Deutschen Wetterdienst auf Anfrage von rosenheim24.

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Allerdings befinden wir uns auch in einer Region mit einem besonderen und sensiblen Klima, aus diesem Grund ist der nördliche Alpenrand auch im Sommer des öfteren von Gewittern und stärkeren Regenfällen betroffen. Weiterhin typisch ist auch, dass sich das Wetter kleinräumig verteilt, so Müller-Westermeier weiter. Dadurch lassen sich beispielsweise die sehr unterschiedlichen Unwetterfolgen in einer Stadt erklären, in einem Stadtteil gibt es regelrecht eine Schneise der Verwüstung, während ein anderer Stadtteil weitgehend glimpflich davongekommen ist.

Erlachmühle bei Gewitter überschwemmt

Beim letzten Starkregen von Mittwoch auf Donnerstag fielen in der Stadt Rosenheim 63,6 Liter Regen pro Quadratmeter, die Hälfte des langjährigen Mittels an der Niederschlagsmenge für den Monat Juni. Insgesamt fiel der Juni zu nass aus, 148,2 Prozent der durchschnittlichen Niederschlagsmenge waren zu verzeichnen.

Jedoch war nicht nur die Niederschlagsmenge, sondern auch die Durchschnittstemperatur mit 16,8 Grad Celcius um 0,2 Grad zu hoch. Von einem rasanten Klimawandel sollte man jedoch trotzdem nicht sprechen, denn die Durchschnittswerte wurden durch die Werte von mehr als 30 Jahren errechnet und Abweichungen davon sind nunmal natürlichen Ursprungs.

nh/red/dwd

Quelle: rosenheim24.de

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