Video: Ilse Aigner zum Pferdefleisch

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Raubling - Verbraucherministerin Ilse Aigner will im Herbst dieses Jahres wieder nach Bayern zurückkehren. Zuvor muss sie im Pferdefleisch-Skandal für Ordnung sorgen:

Bayern etwas zurückgeben – das ist laut Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner der Grund für ihre Rückkehr zur Landtagswahl im September dieses Jahres. Das tut sie mit einem lachenden und mit einem weinenden Auge, wie sie bei einem CSU-Empfang am Freitag, 22. Februar, im AVG-Autohaus in Raubling sagt:

Vor allem sei der internationale Bereich als Bundesministerin sehr spannend. Auch die Begegnungen auf europäischer Ebene mit der Gestaltung der gemeinsamen Agrarpolitik werde sie vermissen, auch wenn diese Aufgaben sie sehr gefordert hätten. In Bayern stehe die CSU allerdings vor einem Umschwung mit der Frage: "Wie geht es weiter?" Hier möchte Aigner ihre Kompetenz und ihre Kraft mit einsetzen. "Als Bezirksvorsitzende der CSU in Oberbayern stehe ich hier auch in der Verantwortung", erklärt die Ministerin.

Anfeindungen: "Beginnender Wahlkampf"

Bis es soweit ist, muss sich die gebürtige Feldkirchen-Westerhamerin im Pferdefleisch-Skandal beweisen. Keine leichte Aufgabe bei den vielen Kritikern, die sie als Ministerin mit viel Aktionismus und wenig Umsetzung bezeichnen. Dazu hat Aigner ihre eigene Meinung:

"Das ist der beginnende Wahlkampf und entspricht schlicht und ergreifend nicht den Tatsachen. Wir hatten in der Tat in den letzten Jahren mehrere Fälle gehabt, die sind aber nicht miteinander vergleichbar. Dioxin war im Futtermittelbereich ein echter Betrugsskandal, eine Panscherei kann man auch sagen. Bei EHEC war es ein tragischer Fall von vermeintlich total harmlosen Sprossen eines Bio-Betriebes. Aber wir haben bei beiden jeweils die richtigen Konsequenzen gezogen und auch umgesetzt. Es sind alle Schritte die wir beschlossen haben nach und nach und auch in der Reihenfolge umgesetzt worden."

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner beim CSU-Empfang in Raubling mit der CSU-Landtagsabgeordneten Annemarie Biechl und Oberaudorfs Bürgermeister Hubert Wildgruber

Im aktuellen Pferdefleisch-Skandal stehe laut Aigner die Aufklärung im Vordergrund. Deshalb werde das Screening auf nationaler Ebene zunächst ausgeweitet, nicht nur auf Pferdefleisch, auch auf andere Fleischarten. Noch sei nicht klar, ob das Pferdefleisch nur die Spitze des Eisbergs sei oder noch ein breiteres Problem bestehe, so Aigner.

Außerdem werde am Montag, 25. Februar, die Herkunftskennzeichnung bei tierischen Produkten im Bundestag diskutiert. "Das wollen und werden wir auch umsetzen", erklärt die Bundesverbraucherministerin. "Auch wenn es diesen Fall nicht verhindert hätte, weil es um eine Falschdeklaration einer Fleischart und nicht um die Herkunft geht. Aber es kann einen Beitrag dazu leisten, dass für den Verbraucher alles noch transparenter wird", so die 49-Jährige abschließend.

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © kmr

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