Chancen für kleinen A8-Ausbau steigen wieder

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München - Wird die Autobahn zwischen Rosenheim und Landesgrenze doch vier- statt sechsspurig ausgebaut? Der Sprecher für Verkehrspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Toni Hofreiter, macht neue Hoffnung darauf.

Zur Befürwortung intelligenter Autobahnen durch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer erklärt der Bundestagsabgeordnete Toni Hofreiter, Sprecher für Verkehrspolitik der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages:

"Ich freue mich sehr, dass Minister Peter Ramsauer im Brief zu seiner 100-Tage-Bilanz die intelligente Autobahn mit modernen Verkehrsmanagementsystemen und Freigabe von Seitenstreifen während der Spitzenbelastungszeiten befürwortet. Der sechsspurige Ausbau soll nur noch auf stark belasteten Autobahnen durchgeführt werden.

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Die vermeintliche Anordnung Peter Ramsauers für den Maximalausbau der A8-Ost hat rechtlich keine Bedeutung. Die Chancen auf den 4+2-Ausbau der A8 von Rosenheim bis zur Staatsgrenze steigen wieder. Denn die A8 zwischen Rosenheim und Salzburg ist verglichen mit anderen Autobahnen nicht in dem Maße belastet, dass ein sechsspuriger Ausbau notwendig wäre. Die A8-Ost ist geradezu prädestiniert für den intelligenten Ausbau mit vier Fahrstreifen und zuschaltbaren Standstreifen sowie optimalem Lärmschutz im Zuge der Modernisierung. Hinzu kommt, dass die Weiterführung der Strecke in Österreich für immer vierspurig bleiben wird und ein Nadelöhr auf deutscher Seite vermieden werden muss.

Die jetzigen Planungen der Autobahndirektion Südbayern für den Maximalausbau sind nicht nutzlos, sondern liefern verwertbare Erkenntnisse - auch für den schonenden Ausbau. Planungsrechtlich gibt es keine Probleme. Solange der Bau noch nicht begonnen hat, kann jederzeit auf einen intelligenten 4+2-Ausbau umgeplant werden. Ich wünsche mir, dass Minister Peter Ramsauer so bald wie möglich den Planungsauftrag für den intelligenten 4+2-Ausbau der A8-Ost gibt, damit keine Zeit mit Fehlplanungen verloren geht, die dann Peter Ramsauers Nachfolger korrigieren muss.

Peter Ramsauers Brief liefert Anzeichen, dass im Bundesverkehrsministerium die Betoniermentalität der Nachkriegszeit langsam abklingt. Funktionäre in Politik und Behörden sind in der Regel der Amtstradition verhaftet und resistent gegen Veränderungen, während die Bürgergesellschaft dynamischer ist und neue Entwicklungen schneller aufgreift. Wenn nun bei Minister Peter Ramsauer und im Verkehrsministerium ein Prozess des Umdenkens zugunsten des intelligenten 4+2-Ausbaus in Gang kommt, ist dies auch den aktiven Bürgerinitiativen in Chiemgau und Berchtesgadener Land zu danken. Der Planungsdialog muss mit einer echten Bürgerbeteiligung weitergehen, denn Politiker und Beamte gewinnen, wenn sie von Bürgern lernen."

Pressemitteilung Regionalbüro München Bündnis 90/Die Grünen

Quelle: rosenheim24.de

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