Bei Klassenausflug von Baum erschlagen

Prozessbeginn: Tödlicher Unfall auf Spielplatz

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Lindau - Nach einem tödlichen Unfall auf einem Spielplatz in Lindau müssen sich vom 30. Januar an drei Männer vor Gericht verantworten. Ihnen wird fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Ein 14 Jahre alter Schüler aus Biberach (Baden-Württemberg) war im September 2010 bei einem Klassenausflug von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Nach mehreren Gutachten kam die Staatsanwaltschaft Kempten zu dem Ergebnis, dass beim Aufbau, bei der Abnahme und der regelmäßigen Kontrolle des Spielplatzes gravierende Fehler gemacht wurden. Die drei Angeklagten waren für die Errichtung, Abnahme und Kontrolle des Spielgerätes zuständig.

Der 14-Jährige war mit 25 Mitschülern und zwei Lehrern zu einem mehrtägigen Schulausflug an den Bodensee gereist. Auf dem Lindauer Waldspielplatz war er mit Schulkameraden für ein Klassenfoto auf ein Spielgerät geklettert, das an drei Baumstämmen befestigt war. Einer der Bäume brach unter der Last zusammen und stürzte auf den 14-Jährigen. Er starb am nächsten Tag im Krankenhaus.

2011 hatte das Amtsgericht Lindau auf Antrag der Staatsanwaltschaft gegen drei Männer Strafbefehle erlassen. Dagegen legten alle drei Einspruch ein, so dass es nun zu der Hauptverhandlung kommt. Der Prozess ist auf drei Tage angesetzt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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