Wegen fahrlässiger Tötung

Prozess gegen Jäger: Urteil am 19. Februar

Wunsiedel - Das Urteil im Prozess gegen einen Jäger, der einen Mann mit einem Wildschwein verwechselt haben will und erschossen hat, soll am 19. Februar fallen.

Das teilte ein Justizsprecher mit. Ursprünglich sollte das Verfahren bereits am Donnerstag enden, doch das Amtsgericht Wunsiedel will noch einen weiteren Zeugen vernehmen.

Beim Prozessauftakt in der Vorwoche hatte der 54 Jahre alte Angeklagte beteuert, der tödliche Schuss habe sich versehentlich gelöst. Er habe am 8. September 2012 kurz vor 5.00 Uhr vom Hochsitz aus Bewegungen in einem Maisfeld wahrgenommen und dort ein Wildschwein vermutet. Weil er sich aber dann doch nicht sicher war, habe er das Gewehr nach unten gerichtet. Dabei sei unbeabsichtigt der Schuss gefallen. Ein 26-jähriger Mann wurde tödlich getroffen. Das Opfer stand unter Drogen, wie die Obduktion ergeben hatte.

dpa/lby

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