Die Null-Toleranz-Wiesn

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Die Betonsäulen sollen die Wiesn abriegeln.

München - Betonsäulen, Absperrungen, Videokameras und hunderte Polizisten - mit einem Bündel von Maßnahmen will München für Sicherheit auf dem Oktoberfest sorgen.

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Ob Wiesn-Schläger, Taschendiebe oder Terroristen: Polizei und KVR unternehmen alles, um die Jubiläums-Wiesn so sicher wie nur möglich zu machen. Am Dienstag erläuterten KVR-Chef Wilfried Blume-Beyerle, Polizeivize Robert Kopp und Feuerwehrchef Wolfgang Schäuble das Sicherheitskonzept für das Jubiläums-Oktoberfest.

Ein dreifacher Sperrgürtel rund um die Wiesn soll dafür sorgen, dass kein Attentäter eine Chance hat, mit einem Fahrzeug aufs Festgelände zu gelangen. Stichstraßen wurden schon gesperrt, an den Wiesn-Einfahrten sorgen 50 Blumenkübel dafür, dass man nicht geradeaus durchbrechen kann. Direkt an der Wiesn wurden 70 zwei Meter hohe Poller als Sperren aufgestellt. Im Süden der Theresienwiese werden 25 Kleintransporter geparkt, mit denen im Notfall die Durchfahrten gesperrt werden.

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Auf dem Festgelände werden 300 Polizisten im Einsatz sein, im weiteren Umkreis nochmals 200 Beamte. Die Wiesnbesucher müssen mit Taschenkontrollen rechnen. Die Polizei bittet, Taschen und Rucksäcke daheim zu lassen. Zudem gibt es 17 digitale Videoüberwachungskameras, die gestochen scharfe Bilder liefern.

Auch in den S- und U-Bahnen ist die Polizei unterwegs, auch dort gibt es Überwachungskameras. Über der Wiesn herrscht außerdem ein Flugverbot. Polizeihubschrauber sind ständig in der Luft, um das Flugverbot zu überwachen, die Luftwaffe ist in Alarmbereitschaft. Das KVR hat zudem 28 Notrufmelder auf der Wies installiert, zudem haben die Wirte der großen Zelte Zugriff aufs Telefonnetz der Polizei, damit sie auch bei Stromausfall Kontakt halten können.

Die Katastrophenpläne liegen in der Schublade bereit. KVR-Chef Blume-Beyerle verdeutlicht: „Wir machen das alles, damit nichts ist, wenn was wäre.“

Für konkrete Anschlagspläne gebe es aber keine Anhaltspunkte, so Polizeivize Kopp. Viel konkreter sind da die Langfinger, die sich auf der Wiesn herumtreiben. 2009 wurden 85 Taschendiebe verhaftet. Wiesngäste sollten ihre Wertsachen gut verschlossen am Körper tragen, rät die Polizei.

Und dann wären noch die Wiesn-Schläger: 50 von ihnen haben bereits ein amtliches Wiesn-Verbot. 120 Brutalos wurden 2009 von der Polizei auf die Wiesn-Wache gebracht, bevor sie zuschlagen konnten. Zum Vergleich: 2006 waren es nur 58. Die Polizei wird hier auch heuer hart durchgreifen. Polizeivize Kopp: „Mit frühzeitigen Gewahrsamnahmen von gewaltbereiten Randalierern wird die Polizei ein deutliches Zeichen setzen und so Sicherheitsstörungen verhindern bzw. unterbinden.“

J. Welte

Quelle: Oktoberfest live

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