Schulkinder: Polizei rügt Eltern

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Rosenheim - "Sicher zur Schule - sicher nach Hause" - die Polizei kontrollierte die Verkehrsteilnehmer zu Schulbeginn besonders streng. Nicht alle bekamen hier ein gutes Zeugnis.

Für mehr als 10.000 Kinder war es am 12. September wieder soweit – die Schule hat begonnen. Einige davon, unsere ABC-Schützen, müssen sich jetzt erstmals alleine mit vielen neuen Eindrücken, Situationen und auch Gefahren im Straßenverkehr auseinandersetzen. Zum Schutz unserer Kinder und auch um alle anderen Verkehrsteilnehmer wieder zu erhöhter Vorsicht anzuhalten, wurden deshalb auf dem Schulweg verstärkt Kontrollen angekündigt und durchgeführt.

Bei diesen Kontrollen wurden Falschparker vor den Schulen genauso konsequent geahndet wie eine falsche Kindersicherung oder Verstöße gegen die Gurtanlegepflicht. So wurden in der ersten Schulwoche im Umfeld von Schulen und Kindergärten mehr als 4500 Verkehrsteilnehmer überprüft. Fast 300 Fahrzeugführer mussten bei diesen Kontrollen beanstandet werden. Das bedeutet, dass sich ca. 6,5 %, also jeder 15. Autofahrer, falsch verhalten hat.

Hiervon waren neben den Fahrern oftmals auch die Kinder nicht ordnungsgemäß gesichert. Gegenüber 2012 wurde hier eine Zunahme festgestellt. Waren es im letzten Jahr noch 64 Kinder, so waren es jetzt 74 Kinder, die ungesichert im Auto mitgenommen wurden. Dass die Eltern oftmals kein Vorbild sind, das zeigt auch die Zahl der beanstandeten Erwachsenen. Mehr als 250 Personen waren nicht (oder nicht ordnungsgemäß) angegurtet.

Schwerpunktmäßig wurde aber auch die zulässige Geschwindigkeit von den Beamten überwacht, da dies noch immer die Unfallursache Nr. 1 darstellt. Wegen überhöhter Geschwindigkeit mussten bei den Laser- und Radarmessungen fast 600 Kraftfahrer beanstandet werden. 62 von ihnen müssen neben dem Bußgeld sogar mit Punkten bzw. einem Fahrverbot rechnen. Bei zwei Fahrzeugführern musste sogar eine Blutentnahme durchgeführt und der Führerschein beschlagnahmt werden, weil Alkohol festgestellt wurde.

Wie wichtig diese Überwachungsmaßnahmen sind, dass zeigt schon die erste kurze Unfallbilanz. Zwei Schulwegunfälle mussten bereits jetzt verzeichnet werden, bei denen die unfallbeteiligten Kinder jeweils leicht verletzt wurden.

Jürgen Thalmeier, Sprecher der Polizei: "Mit der Veröffentlichung dieser Zahlen möchte wir nochmals alle Verkehrsteilnehmer zu gegenseitiger Rücksichtnahme im Straßenverkehr aufrufen. Gehen Sie kein unnötiges Risiko ein, achten Sie auf unsere Kinder und verhalten Sie sich so, dass Sie dem Motto „Sicher zur Schule – Sicher nach Hause“ gerecht werden."

Das Polizeipräsidium Oberbayern Süd wünsche all unseren Kindern einen unfallfreien und sicheren Schulweg und allen anderen Verkehrsteilnehmern eine gute und sichere Fahrt.

Pressemitteilung des Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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