"Es sind immer wieder dieselben Personen, die auffallen!"

Rosenheimer Polizei sagt "Auto-Posern" den Kampf an!

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Rosenheim/Landkreis - Die Polizei und die zuständigen Behörden der Stadt und des Landkreises Rosenheim gehen nun gemeinsam, gezielt und konsequent gegen die hiesige "Auto-Poser-Szene" vor.

Wie die Polizei jetzt mitteilte, trafen sich bereits am 17. Juli 2017 auf Initiative und Einladung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd alle zuständigen Behörden, um über ein miteinander abgestimmtes, konzertiertes und zielgerichtetes Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der „Auto-Poser- Szene“ in Stadt und Landkreis Rosenheim zu beraten. 

Dieser „Runde Tisch“ aus Polizeipräsidium, den Polizeiinspektionen Rosenheim, Bad Aibling, Wasserburg, der Verkehrspolizei Rosenheim sowie den Führerscheinstellen, Ordnungsämtern und unteren Verkehrsbehörden der kreisfreien Stadt und des Landkreises Rosenheim vereinbarte dabei ein repressives und personenorientiertes Vorgehen gegen bis zu 20 Mehrfachtäter, welche überwiegend im Landkreis Rosenheim wohnen und regelmäßig im Ballungsraum Rosenheim / Kolbermoor / Bad Aibling sowie in Wasserburg in Erscheinung treten. 

Alle Beteiligten waren sich in der Auftaktsitzung am 17. Juli einig, dass alle rechtlichen Möglichkeiten und Mittel behördenübergreifend ausgeschöpft werden müssen, um die wiederholt auffälligen Personen möglichst dauerhaft aus dem Verkehr zu ziehen. „Wir wollen und werden es nicht zulassen, dass eine unbelehrbare Minderheit von Autofahrern die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen immer wieder gefährdet und die Bevölkerung, vor allem in den Innenstädten, ständig belästigt“, so Polizeipräsident Robert Kopp bei der Eröffnung des „Runden Tisches“. 

Polizeipräsident Robert Kopp

Polizei richtet eigene Ermittlungsgruppe ein

Die Notwendigkeit eines harten Vorgehens begründet der Polizeipräsident mit den Worten: „Es sind immer wieder dieselben Personen, die auffallen. Sie reagieren aggressiv, sind uneinsichtig und für verkehrserzieherische bzw. präventive Ansätze völlig unzugänglich.“ Um die Ermittlungen und Maßnahmen in diesem Bereich stärker zu bündeln und besser zu koordinieren, richtete das Polizeipräsidium Oberbayern Süd eine zentrale Ermittlungsgruppe mit dem Namen „EG Auto-Poser-Szene RO“ ein. Sie ist bei der Polizeiinspektion Rosenheim  angesiedelt, wird von den umliegenden Dienststellen unterstützt und hält intensiven Kontakt bzw. Austausch mit der Staatsanwaltschaft sowie mit den Führerscheinstellen. 

Die Ermittlungsgruppe bittet alle Verkehrsteilnehmer und Anwohner, verdächtige Wahrnehmungen (z.B. illegale Straßenrennen, Beschleunigungsmanöver, Lärmbelästigungen) umgehend und wenn möglich mit Orts-/Richtungsangabe und Kfz-Kennzeichen der Polizei zu melden. Denn die Bevölkerung kann auf diese Weise der Polizei bei einer gezielten Verkehrsüberwachung und damit letztlich bei der Verfolgung dieser Unbelehrbaren helfen. 

Die Polizei betont in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass es nicht darum geht, Angehörige der Tuning-Szene pauschal in ein schlechtes Licht zu rücken. Es geht einzig und allein darum, eine Minderheit von „Auto-Posern“ (Polizei und Behörden verzichten bewusst auf die Bezeichnung „Tuning“ oder „Tuner“!) zu verfolgen, die ohne Unrechtsbewusstsein öffentliche Straßen und Innenstädte als ihre privaten Renn- und Poser-Strecken missbraucht.

Zuletzt war das Thema auch von der Lokalpolitik diskutiert worden. Im Februar sprach bereits der Verkehrausschuss über die Problematik. Danach wurden neue Maßnahmen, unter anderem Halteverbote in der Innenstadt, diskutiert.

mw/Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Quelle: rosenheim24.de

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