Polizei vermutet Serientäter hinter Bankraub

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In diesem Kleinbus hat sich der Bankräuber in die Luft gesprengt.

Burgau/München - Der Bankräuber, der sich nach einem missglückten Überfall im schwäbischen Burgau (Landkreis Günzburg) selbst in die Luft gesprengt hat, ist wohl ein Serientäter aus München. Das vermutet die Polizei.

Der Überfall auf die Bank im schwäbischen Burgau (Landkreis Günzburg) ist offenbar nicht die einzige Tat des mutmaßlichen Räubers, der sich am Montag selbst in die Luft sprengte. Wie die Polizei in München am Donnerstag mitteilte, sind mindestens zwei weitere Taten dem Mann sicher zuzuordnen.

In seinem Kleinbus fanden die Beamten ein Handy, das bei einem Überfall im Juli erbeutet wurde. Außerdem war das gestohlene Kennzeichen des Motorrollers, den er im Bus versteckte, bereits bei einem bewaffneten Raubüberfall in München-Milbertshofen von Zeugen gesehen worden. Das Amtsgericht Memmingen erließ Haftbefehl gegen den Mann wegen schwerer räuberischer Erpressung.

Neben diesen zwei Fällen hat die Polizei außerdem Hinweise darauf, dass der 49-Jährige “eine große Anzahl“ ähnlicher Raubüberfälle in Südbayern verübt hat. Dies belegen weitere Beweisstücke, die im Kleinbus des Mannes lagen. Befragen konnten die Beamten den mutmaßlichen Täter bislang nicht - er liegt seit Montag im künstlichen Koma.

Auf der Flucht hatte er eine Propangasflasche aufgedreht und entzündet, als Polizisten sein Auto umstellten. Bei der Explosion erlitt er schwere Brandverletzungen am Oberkörper. Auch in den kommenden Wochen werde der mutmaßliche Täter nicht vernehmungsfähig sein. Die Beamten müssten deshalb anhand von Indizien rekonstruieren, für welche Taten der Mann verantwortlich gemacht werden kann.

Nach Angaben der Polizisten hatte der Mann aus München bereits seit zwei Jahren keinen festen Wohnsitz mehr und lebte ersten Erkenntnissen zufolge in seinem Wagen. Hier entdeckten die Beamten unter anderem einen Schlafsack.

dpa

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