SEK beendet Drama um Zwangsräumung

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Rosenheim - Voll gefordert waren die Einsatzkräfte am Freitagvormittag in der Äußeren Münchener Straße: Ein Mann hatte damit gedroht, sich und seine Wohnung anzuzünden. Bis sich das SEK einschaltete:

Das Drama um eine Zwangsräumung in der Äußeren Münchnener Straße ist beendet. Nachdem ein 42-jähriger Mann damit gedroht hatte, seine Wohnung anzuzünden, liefen rund fünf Stunden lang die Verhandlungen. Auch ein Spezial-Verhandlungsteam war vor Ort. Die Verhandlungen drehten sich um ein Abwenden der Zwangsräumung und ein Entschärfen der gefährlichen Situation. Der Mann hatte sich von einer Tankstelle Benzin besorgt.

In diesem Haus drohte der Mann sich anzuzünden.

Der Anwalt des Mieters war vor Ort und sprach über einen benachbarten Balkon mit ihm. Bei der Übergabe eines neuen Gerichtsbescheides, der ihm einen Aufschub der Vollstreckung bescheinigte, schlug das Sondereinsatzkommando zu: Beamte seilten sich von einem Balkon ab und drangen in die Wohnung im sechsten Stock des Hochhauses ein. Der Mann wurde in Gewahrsam genommen und soll psychiatrisch untersucht werden. Während der Verhandlungen standen im Flur des Hauses Rettungskräfte für den Notfall bereit.

Einsatzkräfte beenden Drama um Zwangsräumung

Die Kräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettung hatten ihre Einsatzzentrale etwas entfernt vom Wohnhaus auf einem Firmengelände aufgeschlagen. Der vermutlich psychisch Kranke sollte nicht durch ein massives Polizeiaufgebot vor seiner Haustür unter Druck gesetzt werden.

Zwangsräumung endet in Brand-Drohung

Der Mann soll schon mehrfach zwangsgeräumt worden sein. Die nun anstehende Räumung hat er anscheinend mit einer Bescheinigung noch versucht, abzuwenden und Vollstreckungsschutz in Anspruch zu nehmen. Ein Arzt attestierte ihm eine "komplexe psychiatrische Erkrankung".

In einem Brief, der der Redaktion vorliegt, äußerte sich der Mann so: "Ich werde alles in Brand stecken. Ich habe keine andere Wahl."

Mann droht Wohnung in Brand zu stecken

Die Pressesprecherin des Amtsgerichtes Rosenheim, Helga Pöschl-Lackner, bestätigte im Laufe des Vormittags, dass "die Entscheidung des Landgerichts Traunstein nun vorliegt und die Vollstreckung für drei Wochen ausgesetzt wird."

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © cs

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