Kinder am Schnellrestaurant abgesetzt

Piding – Freilassinger Fahnder entdeckten vor dem Burger King an der A8 vier orientierungslose Kinder aus Afghanistan. Sie waren dort von ihrem Schleuser zurückgelassen worden.

Bundespolizisten haben am Donnerstag, 18. September, vier afghanische Kinder im „Burger King“ in Piding in Obhut genommen. Die Minderjährigen im Alter von 12 bis 14 Jahren wurden offenbar kurz zuvor von einem Schleuser vor dem Schnellrestaurant abgesetzt. Die Eltern der vier Jungen befinden sich ersten Erkenntnissen zufolge noch im Heimatland.

Freilassinger Fahnder wurden in den Morgenstunden auf die vier Buben aufmerksam. Offensichtlich orientierungslos standen die Kinder vor dem Fast-Food-Restaurant. Keiner der vier konnte sich ausweisen. Die Beamten nahmen die Jungen mit zur Dienststelle. Ersten Ermittlungen zufolge handelt es sich um alleinreisende afghanische Minderjährige. Wo genau ihre monatelange Reise entlangführte, konnten die Kinder nicht nachvollziehen. Größtenteils zu Fuß und mit verschiedenen Fahrzeugen seien sie von Schleppern ohne ihre Eltern aus der Heimat nach Deutschland gebracht worden. Angehörige sollen die monatelange Schleusertour organisiert und bezahlt haben.

Die Bundespolizei ermittelt nun gegen den unbekannten Schleuser. Die Jungen baten um Asyl. Sie wurden der Obhut des Berchtesgadener Jugendamtes übergeben. Ihr Wunsch war: zusammenbleiben.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © Bundespolizei

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