OVB-Weihnachtsaktion: Ein Kinderlachen schenken

Das Schicksal hat es nicht gut gemeint mit Ferdinand. Der Bub ist schwer krank. OVB-Leser könnten dazu beitragen, dass er noch oft so strahlt wie auf diesem Bild.

Landkreis - Die OVB-Weihnachtsaktion 2010 unterstützt ein Ferien- und Nachsorgepark, speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse und Wünsche von schwerstkranken Kindern und deren Familien.

Lebensfroh, neugierig und ein strahlendes Kinderlachen: Auf den ersten Blick ist Ferdinand ein kerngesunder Bub. Doch der Blondschopf ist schwer krank, und das schon von Geburt an. Mit seinen fast drei Jahren hat er bereits eine Vielzahl von Operationen über sich ergehen lassen müssen. Und es werden noch einige hinzu kommen. Wenn alles gut geht, kann Ferdinand mit seinen Eltern schon nächstes Jahr ein paar unbeschwerte Wochen auf dem Irmengardhof am Chiemsee verbringen.

Für unheilbar kranke Buben wie Ferdinand wird jetzt der ehemalige Klosterhof der Benediktinerinnen von Frauenchiemsee umgebaut. So entsteht in Mitterndorf bei Gstadt ein Ferien- und Nachsorgepark, speziell zugeschnitten auf die Bedürfnisse und Wünsche von schwerstkranken Kindern und deren Familien - ein außergewöhnliches Projekt, das die Björn-Schulz-Stiftung als Träger der Einrichtung mit Hilfe der Leserinnen und Leser unserer Zeitung stemmen will. Jeder Cent, der für die OVB-Weihnachtsaktion "Gemeinsam für krebskranke Kinder" gespendet wird, fließt direkt nach Mitterndorf.

Ein Urlaub am Chiemsee wäre für Ferdinand und seine Eltern ein großes Geschenk. Sie haben eine schwere Zeit hinter sich. Schon in der Frühphase der Schwangerschaft zeichnete sich ab, dass das Kind nicht gesund zur Welt kommen würde. Zunächst wurde vermutet, bei den starken Verwachsungen im Bauch- und Brustbereich handle es sich um einen Tumor. Aber schnell stellte sich heraus: Ferdinand leidet an einem "offenen Bauch" - ein Teil der inneren Organe trat aus der Bauchhöhle aus, die Lunge ist zu klein, der Magen-Darm-Trakt schwer geschädigt. Er musste beatmet und mit einer Magensonde ernährt werden. Kaum war eine Operation erfolgreich überstanden, kam schon wieder die nächste. Das Familienleben spielte sich fast ausschließlich am Krankenbettchen des Kindes ab.

"Man kann an nichts anderes mehr denken", erinnert sich die Mutter an die schlimmsten Phasen. Über Monate hinweg verbrachte sie Tag und Nacht an der Seite ihres kleinen Sohnes im Krankenhaus: "Als seine Mutter hatte ich schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich auch nur einen Nachmittag etwas anderes machen musste." Eine wertvolle Hilfe waren damals ehrenamtliche Helfer der Björn-Schulz-Stiftung, die sie ab und zu für ein paar Stunden am Bett ihres Sohnes ablösten.

Als Ferdinand nach vielen Monaten Klinikaufenthalt endlich heim durfte und sich die Familie auf den schwierigen Alltag mit dem schwerkranken Kind in den eigenen vier Wänden freute, kam der nächste Schock: Es kam erneut zu schweren Komplikationen. Die 24-Stunden-Tage in der Klinik, das Hoffen und Bangen vor und nach den Operationen - alles ging von vorne los. "Man lebt in ständiger Angst um sein Kind. Aber der Mut und die Zuversicht, dass unser Ferdinand gesund wird, haben uns immer getragen", so die Mama.

Aber auch die Kräfte einer Mutter gehen irgendwann zu Ende. "Wenn wir in den Irmengardhof könnten, um mit unserem Sohn den Chiemsee zu erleben und die Berge zu genießen, wäre das eine Erholung, von der wir lange zehren werden", hofft sie auf die Großherzigkeit der OVB-Leser. In ihrem Gesicht kann man lesen, wie sehr sie sich nach einer unbeschwerten Auszeit sehnt. Die frische Chiemseeluft würde bestimmt auch Ferdinands kleinen Lungen gut tun. Er lernt gerade, selbstständig zu atmen. Beim Abschied funkeln seine Augen, von der Schaukel ruft er den OVB-Lesern mit einem verschmitzten Lächeln ein "Ciao" entgegen. Bis bald am Chiemsee.

Quelle: rosenheim24.de

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