Schreckliches Verbrechen erschüttert Ostallgäu

Stiefvater missbraucht zwei Mädchen über Jahre hinweg - bis der Bruder sich ein Herz fasst

Marktoberdorf (Ostallgäu) - Die Menschen im Ostallgäu stehen unter Schock: Ein schreckliches Verbrechen erschüttert die Region. 

Über Jahre hinweg soll ein 41-jähriger Mann seine beiden Stieftöchter sexuell misshandelt haben. Das geht aus einer Pressemitteilung der Polizei Bayern hervor.


Ans Licht gekommen war das abstoßende Verbrechen durch den Bruder der beiden Mädchen. Dieser hatte am Freitag (19. Juni) Anzeige bei der örtlichen Polizei in Marktoberdorf erstattet. Gegenüber den Beamten gab er zu Protokoll, dass seine beiden nun im Jugendalter befindlichen Schwestern über Jahre hinweg vom Stiefvater sexuell missbraucht worden seien.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich laut Polizei um einen Syrer, der 2018 mit seiner Familie nach Deutschland kam. Er soll sich bereits auf der damaligen Flucht aus Syrien an den Stieftöchtern vergangen haben, in Deutschland sei es dann zu weiteren Taten gekommen. Der Mann soll den Kindern damit gedroht haben, sie umzubringen, falls sie eine Aussage gegen ihn machen.


Die Ermittlungen wurden durch das Fachkommissariat der Kriminalpolizeiinspektion Kempten übernommen.

Der 41-jährige Tatverdächtige wurde noch am Freitag vorläufig festgenommen und am Samstag in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Kempten einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft Kempten beantragte Untersuchungshaft. Der zuständige Ermittlungsrichter folgte diesem Antrag. Der Tatverdächtige wurde daraufhin in eine bayerische Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

fgr/ Pressemeldung Polizei Bayern/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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