Quälte Bernauer Stieftochter bis zum Tod?

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Pascal K. sitzt in Orlando im Gefängnis, weil er seine Stieftochter misshandelt und getötet haben soll.
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Orlando/Bernau - Pascal K. soll seine Stieftochter (3) misshandelt und getötet haben. Auch von sexuellem Missbrauch ist die Rede. Der 19-Jährige sitzt nun in einem amerikanischen Gefängnis.

Als die Notärzte die dreijährige Charlie Brame am Sonntag, 23. November, in ihrem Haus in Orlando vorfanden, konnte sie kaum noch atmen. Das berichtet jetzt der Orlando Sentinel. Am Rücken und dem Kopf hatte sie mehrere Blutergüsse. Am nächsten Tag erlag Charlie im Krankenhaus ihren Verletzungen. 

Die einzig andere Person im Haus war ihr Stiefvater Pascal K. aus Bernau am Chiemsee. Er hatte den Notarzt selbst gerufen, weil das Mädchen sich nicht mehr bewegte. Wie die US-Medien berichten, erklärte der 19-Jährige den Ermittlern, dass seine Stieftochter aus dem Bett gefallen sei und sich so verletzt habe. Als sie von selbst nicht mehr aufgestanden sei, habe er sie auf das Sofa im Wohnzimmer gelegt und vom Telefon der Nachbarn seine Frau angerufen. Die Nachbarn sagten bei der Polizei aus, dass er sich "ruhig" verhalten hätte, als er sich das Telefon lieh. Zudem hätten sie ihm Hilfe angeboten, die er allerdings mehrmals abgelehnt habe.

Laut dem Orlando Sentinel fanden die Ärzte bei einer Untersuchung des kleinen Mädchens Anzeichen für sexuellen Missbrauch. Zudem sei es unwahrscheinlich, dass sie sich die Kopfverletzungen bei einem Sturz aus dem Bett zugezogen habe. "Die Verletzungen sprechen für eine stumpfe Gewalteinwirkung auf den Hinterkopf", so der Arzt im Polizeibericht. Der 19-Jährige wurde daraufhin von der Polizei verhaftet.

Der leibliche Vater des Mädchens gab bei der Polizei an, dass er seine Tochter schon seit zwei Wochen nicht mehr gesehen habe. Nachdem Pascal K. dem Mädchen "den Hintern versohlt" habe, sei es zu einem Streit mit der Mutter gekommen, erklärte der Vater des Kindes. Er habe ihr auch gesagt, dass er Pascal umbringen werde, wenn er seine Tochter noch einmal anfasse. Mittlerweile wurde auch das staatliche Jugendamt in die Ermittlungen mit einbezogen.

Pascal K. war erst im August nach Amerika gekommen, nachdem er über das Internet die Mutter der Dreijährigen kennengelernt hatte. Vor wenigen Wochen hatten die beiden geheiratet. Sollte er wegen Mordes an der Dreijährigen angeklagt werden, droht ihm die Todesstrafe.

Quelle: rosenheim24.de

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