Transplantationszentren

Organ-Skandal: Kritik an Selbstverwaltung

Pfaffenhausen - Max Kaplan, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, sieht bei der medizinischen Selbstverwaltung eine Mitverantwortung an den Organspende-Skandalen.

Die Kliniken seien dazu verpflichtet, eine Mindestanzahl von Organen pro Jahr zu transplantieren. Diese Zahl müsse erreicht werden, andernfalls könne die Klinik geschlossen werden. „Da ist sicherlich ein gewisser Druck auch vom Träger da.“ Innerhalb von 12 Monaten müsse ein Transplantationszentrummindestens 20 Lebern verpflanzen.

Getäuscht werden könne dabei durch eine bewusst falsche Einschätzung des Arztes. Weit krimineller wäre dagegen der Austausch der Laborwerte des Patienten mit weitaus schlechteren Proben von fremden Personen: „Das wäre grobe Manipulation“, sagte Kaplan.

dpa

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