Olympia 2018 geht nach Pyeongchang: Der Live-Ticker zum Nachlesen

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Franz Beckenbauer und Kati Witt in Durban bei der Präsentation der Münchner Olympia-Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018.

Durban - Pyeongchang hat den Zuschlag für Olympia 2018 bekommen, München geht leer aus. Den Live-Ticker zum Tag der Entscheidung in Durban können Sie hier nachlesen.

Update vom 20. März 2017: Es ist schon einige Jahre her, dass die Spiele nach Südkorea vergeben worden sind. Vergleichsweise neu ist allerdings die Tatsache, dass Olympia weder im ZDF, noch in der ARD zu sehen sein wird. Discovery hatte sich die Übertragungsrechte gesichert, was bedeutet, dass die Spiele auf Eurosport gezeigt werden. Wir erklären Ihnen, was es für die Zuschauer bedeutet, dass Olympia 2018 in Pyeongchang live im TV auf Eurosport gezeigt wird.

Wir bedanken uns für Ihr Interesse und verweisen auf die weitere Berichterstattung auf unserem Portal.

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Jetzt ist auch das genaue Wahlergebnis da - und fällt ernüchternd für München aus: Pyeongchang erhielt 63 Stimmen, München 25, der dritte Kandidat, das französische Annecy, war von Beginn an nur Außenseiter gewesen und bekam lediglich 7 Stimmen.

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Deutschland ist zum fünften Mal mit einer Bewerbung um Olympische Spiele gescheitert. Die Kandidatur von „München 2018“ unterlag bei der Wahl im südfrikanischen Durban dem südkoreanischen Favoriten Pyeongchang bereits im ersten Wahlgang.
Olympische Spiele in Deutschland:
1936 Garmisch-Partenkirchen (Winter)
1936 Berlin (Sommer)
1972 München (Sommer)
Gescheiterte Bewerbungen:
Garmisch-Partenkirchen (1960)
Berchtesgaden für 1992 (Winter)
Berlin für 2000 (Sommer)
München für 2018 (Winter, mit Garmisch-Partenkirchen und Königssee)

Garmisch-Partenkirchen war auch 1940 als Ausrichter der Winterspiele vorgesehen. Diese hätten zunächst in Sapporo/Japan stattfinden sollen, wurden aber am 16. Juli 1938 nach dem Ausbruchs des zweiten japanisch-chinesischen Krieges abgesagt. Am 3. September 1938 erhielt zunächst St. Moritz/Schweiz den Zuschlag. Nach Streitigkeiten zwischen dem Organisationskomitee und dem IOC wurden die Spiele St. Moritz am 9. Juni 1939 wieder entzogen und Garmisch-Partenkirchen zugesprochen. Die Absage erfolgte drei Monate später nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs.

Die Kunsteisbahn am Königssee war außerdem Bestandteil der gescheiterten Bewerbung von Salzburg/Österreich um die Winterspiele 2014.

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Eine erste Reaktion von OB Christian Ude: "Ich gratuliere Pyeongchang und wünsche viel Erfolg bei der Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Natürlich bin ich traurig, dass die Entscheidung nun nicht zu unseren Gunsten ausgefallen ist. Ich bin aber überzeugt, dass wir eine starke Bewerbung abgegeben haben, für die uns das IOC in seinem Evaluierungsbericht ja auch ein hervorragendes Zeugnis ausgestellt hatte. Es war eine tolle Teamleistung, für die ich mich bei allen, die unsere Bewerbung unterstützt haben, ganz herzlich bedanken möchte. Auch wenn wir nicht den Zuschlag erhalten haben, so hat München doch allein durch die Bewerbung viele Sympathiepunkte weltweit sammeln können – eine großartige Werbe- und Imagekampagne für unsere Stadt!"

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München bekommt Olympia 2018 NICHT! In Durban jubelt die Pyeongchang-Delegation, die Deutschen sind enttäuscht. Auf dem Münchner Marienplatz steigen Luftballons.

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Auf der Karte steht: Pyeongchang 2018!

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Rogge ergreift das Wort und öffnet den Umschlag.

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Jacques Rogge bekommt den Umschlag überreicht. Jetzt gilt's!

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Wir möchten auch noch mal auf die Bilder aus Durban, München und Garmisch-Partenkirchen hinweisen. Alle Fotostrecken rund um Olympia finden Sie weiter unten in diesem Artikel.

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Der Saal erhebt sich. Die Olympische Hymne ertönt.

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Jetzt werden auch noch die Vertreter der Bewerberstädte begrüßt. OB Christian Ude & Co. lächeln für München. Nun werden noch einmal die Pläne der Städte vorgestellt.

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Die Mitglieder des IOC werden in Durban begrüßt - über 100 sind es. Abgestimmt haben nur 95. Und mindestens 48 der Stimmen sind schon im ersten Wahlgang auf eine Stadt entfallen. Auf Pyeongchang? Oder doch auf München?

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Um 17:20 Uhr wird die Entscheidung bekanntgegeben. Die Zeit bis dahin können Sie sich mit ein paar Klicks durch folgende Fotostrecke vertreiben. Sie widmet sich Olympias Exoten.

Dabei sein ist alles - Olympias Exoten

Strec

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17 Uhr in Durban: Jetzt wird es spannend. Die Moderatoren Jonathan Edwards und Eloise Cupido begrüßen die Zuschauer und -hörer. Und sie sagen auch gleich, dass die Bekanntgabe über die Ausrichterstadt ers in 20 Minuten erfolgen wird.

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Auf dem Marienplatz wird dem Publikum noch mal von der Bühne herunter eingeheizt. Geht sich's aus? Oder nicht?

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Nur noch ein paar Minuten. Ob die Bekanntgabe wirklich um Punkt 17 Uhr erfolgt? Das ist unklar. Klar ist: Gleich wissen wir, wo Olympia 2018 stattfindet!

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Ein Ausflug in die Gerüchteküche: Laut BR gibt es Spekulationen, dass es für Annecy nur eine einzige Stimme gab.

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Die Stimmung auf dem Münchner Marienplatz hat letztlich doch einen Dämpfer erlitten. Auch Durchhalteparolen von der Bühne vermochten die grandiose Stimmung vom frühen Nachmittag zunächst nicht mehr vollständig herzustellen. 

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Auch die Mitglieder der Bürgerinitiative VEO (Verkehrsentlastung Oberau) sind in ihren grünen T-Shirts in Garmisch-Partenkirchen. Sie hoffen auf Olympia, weil dann die Umgehung schneller kommt. Und die Münchner kämen schneller nach Garmisch-Partenkirchen.

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Und immer noch heißt es: Warten! Wieso nicht die Zeit mit ein paar hübschen Ansichten verbringen? Hier sehen Sie eine Verbindung aus Kunst, Erotik und Sport - die schönsten Bodypaintings bei Sport-Events!

Sexy und kreativ: Bodypainting bei Sport-Events

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In Durban gilt weiter das "Wir wissen's, aber wir sagen's noch nicht"-Prinzip. Noch ist auch nichts durchgesickert. Gegen 17 Uhr wird die Ausrichterstadt bekanntgegeben.

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Die norwegische HipHop-Band Madcon spielt gerade auf dem Marienplatz ihren Hit "Beggin'" und fordert das Publikum zum Hüpfen auf. Viele kommen der Aufforderung zum Hüpfen nach.

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Jetzt wird's eng am Mohrenplatz in GAP. Nicht nur bei den Plätzen, sondern auch bei den Terminen der Sportbotschafter für die Interviews. Sie wechseln beinahe im Minutentakt.

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Zum Zeitvertreib während des Wartens: Klicken Sie sich hier durch skurrile Ansichten rund um Olympia:

Olympia skurril

Olympia skurril

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Und was glauben Sie? Wird München gleich doch noch als Olympia-Ausrichter bekanntgegeben? Sagen Sie uns Ihre Meinung über die Kommentarfunktion unten. 

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Via Twitter schreiben viele Olympia schon ab. "Kein 2. Wahlgang, das wars wohl, München", so "ChackZz". Und "Andi_Leipzig" schreibt: "Schade, hätte Olympia 2018 gerne in München gesehen. Wird wohl aber eher nichts." Doch auch bei den Internet-Nutzern gilt: Es wird noch gehofft.

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Garmisch-Partenkirchen: Seit der Wahl laufen die Kameras der TV-Sender am Mohrenplatz heiß. Alle fangen Stimmen ein.

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Felix Neureuther deutet das Gesicht von Jacques Rogge. Der Ski-Star glaubte, eine Überraschung herauszulesen - hat etwa doch München gewonnen? Doch Neureuther geht auch davon aus, dass Pyeongchang gewonnen hat. Dennoch, so sagt er, "die Hoffnung stirbt zuletzt."

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Als IOC-Präsident Jacques Rogge bekannt gab, dass der Gastgeber für 2018 bereits gewählt ist, herrscht am Mohrenplatz in Garmisch-Partenkirchen kurzzeitig Stille. Kurz danach begannen die Diskussionen. WM-OK-Geschäftsführer Peter Fischer ist überrascht.

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Kurios: Christian Neureuther gratulierte Pyeongchang eben schon im Bayerischen Rundfunk. Grund war ein Missverständnis zwischen Markus Wasmeier und Journalisten. Aber: Es bleibt weiterhin alles offen - wenngleich Pyeongchang wohl gewonnen hat. Jedoch eben nicht sicher.

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Die Entscheidung fiel im ersten Wahlgang! Das ist jetzt klar. Für welche Stadt? Das wird erst um etwa 17 Uhr bekanntgegeben. Doch im Vorfeld schien schon klar: Wenn schon im ersten Wahlgang eine Entscheidung fällt, dann wohl für Pyeongchang. München und Garmisch-Partenkichen hatten gehofft, dass Annecy rausfällt und dann der Zuschlag im zweiten Wahlgang nach Bayern geht.

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Der erste Wahlgang ist beendet! Gibt es jetzt schon eine absolute Mehrheit? Jacques Rogge bekommt einen Zettel gereicht und ergreift das Wort.

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"VOTE OPEN" steht auf der Leinwand in Durban. 30 Sekunden haben die IOC-Mitglieder Zeit, eine Ziffer zu drücken. 6 für Müncen, 2 für Annecy oder 7 für Pyeongchang.

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Auch in München beginnt das Hoffen und Zittern: Der Marienplatz ist gut gefüllt.

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Während die IOC-Mitglieder in Durban abstimmen, herrscht am Mohrenplatz in Garmisch Volksfest-Stimmung. Es wird sogar getanzt!

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Jetzt werden die Modalitäten erklärt: 95 Stimmen sind zu vergeben. 48 braucht es für den Triumph. Zunächst stehen drei Städte zur Wahl. Sollte eine davon schon jetzt die absolute Mehrheit bekommen, entfällt der nächste Wahlgang. Ansonsten wird um 17:20 Uhr bekannt gegeben, wer den Zuschlag bekommt.

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Die Städte bekommen jetzt Nummern zugeordnet, die auf den Abstimmungsgeräten. München erhält die 6, Annecy die 2, Pyeongchang die 7. Diese Ziffern gilt es zu drücken.

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Künstlerische Höchstleistung: Der Garmischer Holzbildhauer York Beermann schnitzte aus einem zehn Zentner schweren Tannenblock das Wetterstein-Gebirgspanorama mit den olympischen Ringen im Vordergrund. “Vermählung mit Olympia“ nennt der - natürlich in der einheimischen Tracht - gewandete Künstler sein mannshohes Gebilde.

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Der Kaiser ist schon wieder abgereist: “Angespannt“ verließ Franz Beckenbauer am Mittwoch nach einem intensiven Kurzeinsatz für München 2018 Südafrika - ohne Ergebnis musste der 65-Jährige das Flugzeug in die Heimat besteigen. Launig meinte er zum Abschied für den Fall einer frohen olympischen Botschaft über den Wolken: “Dann spring ich zum Fenster raus.“

Auch auf das Sieger-Gen Beckenbauers hatten die Münchner beim Bewerbungsendspurt im Dreikampf um die Olympischen Spiele gesetzt. Vom “letzten Ass im Ärmel“ sprach Oberbürgermeister Christian Ude am Mittwoch. Beckenbauer war in den 24 Stunden zwischen Ankunft und Abreise in Südafrika als Stimmenfänger von einem Termin zum anderen “gesaust“, wie er scherzhaft bemerkte.

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Etwas zum Anschauen zwischendurch: der Film "Class of Champions", der die Olympiabewerbung unterstützen sollte. In einer fiktiven Schulklasse hoch droben in den Bayerischen Alpen drücken sämtliche heimische Olympiasieger gemeinsam die Schulbank. Spielfilm- und Werberegisseur Peter Ladkani suchte dafür unter zahllosen Münchner Kindern sorgfältigst die 'look-alikes' der Sportstars heraus. Wen erkennen Sie wieder?

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Jetzt prickelt's auch am Mohrenplatz in der Garmischer Fußgängerzone. Im Biergarten ist kein Platz mehr frei, der Platz ist voll. Auf der Bühne geben die Sportbotschafter Andrea Schöpp (Curling) sowie Peppi Heiß (Eishockey) und seine Tochter Stella (Curling) Interviews.

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Garmisch-Partenkirchen: Die Tagblatt-Reporter schaffen es, zu Sportbotschafter Felix Neureuther durchzukommen. Er hält die deutsche Präsentation in Durban für "extrem gelungen", und sein Bauchgefühl ist "vorsichtig optimistisch". Am Mohrenplatz sind auch die Präsidenten der beiden Skiclubs, Peter Fischer (Garmisch) und Michael Maurer (Partenkirchen).

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Um 15:35 Uhr findet der erste Wahlgang statt - dann fliegt einer der drei Bewerber raus. Es sei denn, einer der Bewerberstädte bekommt schon die absolute Mehrheit (ab 48 Stimmen). Dann steht die Ausrichterstadt schon nach dem ersten Wahlgang fest. Bekanntgegeben wird sie aber erst um 17 Uhr.

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Ski-Held Felix Neureuther wird am Mohrenplatz mit viel Beifall begrüßt. Seine Eltern Rosi Mittermaier und Christian Neureuther gehören zur deutschen Delegation im südafrikanischen Durban. Auch Sportbotschafterin Andrea Schöpp tummelt sich in der Menschenmasse der Garmischer Fußgängerzone.

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Letzte Reaktionen der deutschen Sportstars vor der Entscheidung: Ex-Handball-Bundestrainer Heiner Brand: „Ich denke, dass die emotionale Bewerbung sehr gut angekommen ist, und verfolge die Entscheidung mit vorsichtigem Zittern.“
Skisprung-Olympiasieger Dieter Thoma: „Ich würde mich extrem freuen, wenn von der Neujahrsschanze in Garmisch gesprungen wird. Da habe ich meine ersten Weltcup-Punkte geholt und meinen letzten Sprung gemacht.“
Eishockey-Torhüter Joseph „Peppi“ Heiß: Alle drei Filme waren sehr gut. Bei uns ist allerdings die Heimat präsentiert worden, und wir alle stehen mit dem Herzen zu Olympia. Daher war unsere Präsentation am schönsten.“
Ski-Olympiasiegerin Hilde Gerg: „Die Entscheidung ist schwierig vorherzusagen. Deshalb heißt es Daumen drücken und sich überraschen lassen.“

Neues aus Garmisch-Partenkirchen: Der Mohrenplatz ist fast voll. Unter den vielen Besuchern ist auch Oberammergaus Bürgermeister Arno Nunn. "Schade, dass ich nur Zuschauer bin und Oberammergau die Chance nicht erkannt hat, die Olympia bieten könnte", sagt er. Seine Gemeinde war anfangs als Austragungsort für die Biathlon- und Langlauf-Wettbewerbe vorgesehen.  

Olympia 2018: Weitere Bilder aus Durban und Bayern

Olympia 2018: Weitere Bilder aus Durban und Bayern

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Falls Sie sich wundern, warum momentan nichts passiert: Die IOC-Mitglieder sind beim Mittagessen und stärken sich für die Abstimmung. Um 14.45 Uhr geht's wieder los. Dann stellt die Evaluierungskommission ihren Bericht vor. Um 15.20 Uhr folgt eine Testabstimmung. Erster Wahlgang um 15.35 Uhr.

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Der große Favorit Pyeongchang hat bei seiner letzten Präsentation vor der Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 einen über weite Strecken leidenschaftslosen Eindruck hinterlassen. Die Vertreter der Bewerbung wiesen in langatmigen Reden ein weiteres Mal auf die Vorzüge von Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hin und schienen beinahe darum zu betteln.

Bewerbungschef Cho Yang-ho wiederholte vor den Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Pyeongchang habe seit dem Scheitern seiner ersten Bewerbung für die Spiele 2010 zugehört und gelernt und wisse nun, was für den Wintersport, die Wintersportler und die Olympische Bewegung das Beste sei. „Wir sind jetzt wirklich bereit“, sagte Cho.

Die Bilder zur Olympia-Vergabe in Durban

Die Bilder zur Olympia-Vergabe in Durban

Cho nannte fünf Argumente, die für Pyeongchang sprächen. Keine Bewerbung biete einen kompakteren und effizienteren Plan für die Sportler, hinzu kämen die volle Unterstützung der Regierung und die leidenschaftliche Unterstützung der Bevölkerung. Darüber hinaus sei Pyeongchang seit mehr als zehn Jahren seinen Verpflichtungen gegenüber der olympischen Bewegung nachgekommen, Winterspiele in Südkorea wären zudem erst die dritten in Asien.

Einen starken emotionalen Auftritt hatte alleine der gebürtige südkoreanische Ski-Freestyler Toby Dawson, Bronzemedaillengewinner auf der Buckelpiste 2006 in Turin. Er war im Alter von drei Jahren von einem Ehepaar aus den USA adoptiert und danach zum Wintersport gebracht worden. Über seine wachsende Popularität war später sein verschollen geglaubter leiblicher Vater auf ihn aufmerksam geworden.

Für ein wenig Erheiterung sorgte der südkoreanische NOK-Präsident Park Young-sun. An IOC-Mitglied Fürst Albert von Monaco gerichtet sagte er: „Es tut mir leid, dass sie sich in ihren Flitterwochen zum dritten Mal die Präsentation von Pyeongchang anschauen müssen.“ Er ergänzte, er werde dies 2018 in Pyeongchang wiedergutmachen.

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Rodel-Olympiasieger Georg Hackl hält die Präsentation von Pyeongchang für "brilliant".

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Die Kernbotschaften der südkoreanischen Delegation: Wir haben uns zweimal beworben. Wir sind zweimal gescheitert. Wir waren immer sehr enttäuscht. Wir haben nie aufgegeben. Wir haben unsere Bewerbung weiter verbessert. Wir würden uns sehr freuen, wenn es dieses Mal klappt.

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Garmisch-Partenkirchen: Sportbotschafter Peppi Heiß ist begeistert von der deutschen Präsentation: "Das war klasse!" Jeder habe deutlich sehen können, dass es eine Bewerbung für Athleten sei, sagt der Ex-Eishockeynationaltorhüter. Er ist den ganzen Tag beim Public Viewing am Mohrenplatz.

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Nun läuft die Präsentation von Pyeongchang. Die Südkoreaner setzen in ihrem Imagefilm auf schnelle Popmusik und einen flotten Bildschnitt.

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Eingerahmt in traumhafte Bilder des schneebedeckten Mont-Blanc-Massivs hat der französische Olympia-Bewerber Annecy um die Stimmen der IOC-Mitglieder geworben. “Die Annecy-Bewerbung ist in die Bergwelt eingepasst“, sagte Frankreichs Skilegende Jean-Claude Killy am Mittwoch bei der Abschlusspräsentation des krassen Außenseiters am Mittwoch im südafrikanischen Durban. Die Hauptbotschaft lautete, dass die Winterspiele in eine Bergwelt zurückkehren sollten, die “weltweit das Wintersportziel Nummer 1“ sei. Auf die Präsentationen von München und Annecy folgt als abschließende noch die von Pyeongchang.

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Der Countdown läuft: Hunderte haben am Mittwoch auf dem Münchner Marienplatz der Entscheidung über die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 entgegengefiebert. Schon am Morgen verfolgten zahlreiche Olympia-Fans die Präsentation der Münchner Bewerbung auf großen Bildschirmen vor dem Rathaus. Zahlreiche Biertische mit Olympia-Dekoration waren aufgebaut, Seifenschaum in Form von Eiskristallen und des Münchner Olympia-Logos schwebten durch die Luft. Viele Fans hatten Deutschlandfahnen oder Olympia-Flaggen dabei.

Die Meinungen zur Münchner Präsentation waren einhellig positiv: “Es war ganz, ganz toll, sehr emotional und ein richtiges Gänsehaut-Gefühl“, sagte die Münchnerin Cornelia Morgenroth, die sich für den großen Tag extra freigenommen hatte.

Bis zur Entscheidung am frühen Abend in Durban/Südafrika sollte es auf dem Marienplatz ein buntes Festprogramm geben. Auch Politiker und Prominente wurden in München erwartet, darunter Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), Star-Koch Alfons Schuhbeck und Schauspieler Hardy Krüger jr.

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Immer mehr Fans kommen in Garmisch-Partenkirchen zum Public Viewing - jetzt sind es mehr als 200. Die Hofgarten-Musi bereitet ihren Auftritt vor; zeitgleich findet die Siegerehrung der Schüler-Olympiade statt.

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Nach der Präsentation der Bewerbung für München 2018 gibt es große Erleichterung bei der deutschen Delegation. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer sagt: "Das war eine faszinierende und emotionale Präsentation. Bei mir ist jetzt die Hoffnung gewachsen"

Kati Witt betont: "Ich bin total stolz auf unser Team"

Großes Gedränge um Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer. Die Fernsehsender - auch aus Südfarika - reißen sich um ihn. Reporter lassen sich mit dem Kaiser fotografieren. Die deutsche Delegation fährt nach der Präsentation ins Deutsche Haus, verbringt dort den Tag und schaut dort die Übertragung an.

Die Bilder zur Olympia-Vergabe in Durban

Die Bilder zur Olympia-Vergabe in Durban

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IOC-Präsident Jacques Rogge betont, dass Annecy eine exzellente Präsentation abegliefert habe.

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Nun spricht Ski-Olympiasieger Jean-Claude Killy. Bei Winterspielen von Annecy käme zum Know How noch die Seele hinzu.

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Und wieder ein Imagefilm: Menschen in einer grauen Großstadt-Atmosphäre und auf allen Kontinenten träumen von der idyllischen Wintersportwelt von Annecy. Handwerklich ist der Film sehr gut gemacht. Dieser Imagefilm ist das bisherige Highlight der Annecy-Präsentation.

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Eine Spitze von Frankreichs Premierminister François Fillon: "Die Gastgeberstadt muss eine Seele haben!" Und die haben wir nicht?

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In einem von entspannten Klängen getragenen Imagefilm setzt Annecy völlig auf malerische Panoramabilder seiner Berglandschaft.

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Annecys Bürgermeister Jean-Luc Rigaut betont gegenüber den IOC-Mitgliedern: "Jeden Morgen werden sie mit dem Blick auf den Mont Blanc erwachen."

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Im Gegensatz zur deutschen Präsentation, die ein Feuerwerk an Emotionen bot, wirkt die Vorstellung der Annecy-Bewerbung deutlich ruhiger.

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Annecy sollen die kompaktesten Olympischen Winterspiele sein, heißt es während der Präsentation. Denn die Sportstätten liegen dort alle nahe beieinander.

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Charles Beigbeder schlägt einen Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft. Die Olympischen Winterspiele in Chamonix im Jahr 1924 seien der Geburtsort für Annecy 2018 gewesen. Dementsprechend waren auch viele Schwarzweißbilder zu sehen.

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Wie der Bayerische Rundfunk zeigt, ist es während der Präsentation von Annecy deutlich ruhiger vor der Übertrgungsbühne auf dem Münchner Marienplatz. 

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Charles Beigbeder, der Chef des Bewerbungskomitees Annecy 2018 hält seinen Vortrag auf Englisch.

Nun hat die Präsentation des französischen Olympiabewerbers Annecy begonnen.

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Der Auftakt zur Entscheidung über die Olympischen Winterspiele 2018 lockte bereits am Mittwochmorgen hunderte Zuschauer zum Public Viewing. Auf dem Münchner Marienplatz, dem Mohrenplatz in Garmisch-Partenkirchen und an der Seelände in Königssee verfolgten sie die Münchner Präsentation aus dem südafrikanischen Durban.

In Garmisch-Partenkirchen, wo 2018 die alpinen und nordischen Skiwettbewerbe ausgetragen werden sollen, bestimmten die Schulklassen das Bild. Vor dem Münchner Rathaus versammelten sich im Laufe der 45-minütigen Präsentation immer mehr Zuschauer und staunten über die stimmungsvollen Bilder aus dem fast 9000 Kilometer entfernten Durban.

Am Nachmittag um ca. 17.00 Uhr gibt das IOC die Entscheidung über die Vergabe der Winterspiele zwischen München, Pyeongchang (Südkorea) und Annecy (Frankreich) bekannt. Unterstützung erhielt die Olympia-Bewerbung der bayerischen Landeshauptstadt in der Heimat unter anderem vom langjährigen Handball-Bundestrainer Heiner Brand, Skisprung-Olympiasieger Dieter Thoma und der zweimaligen Alpin-Weltmeisterin Martina Ertl-Renz, die als Sportbotschafter die Daumen drückten.

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Fazit der deutschen Präsentation:

München hat mit einer starken Auftritt den entscheidenden Tag für die Vergabe der Olympischen Winterspiele 2018 in Durban eröffnet. Die insgesamt 50-minütige Präsentation mit einer ganzen Reihe von Filmen vor den Mitgliedern des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) wurde mehrfach von Beifall unterbrochen. Vor allem die Jodel-Einlagen von Willy Rehm aus Garmisch-Partenkirchen und der Auftritt von Franz Beckenbauer sorgten für Begeisterung. Auch die anderen neun Präsentatoren wie Bundespräsident Christian Wulff oder Katarina Witt spielten ihren Part überzeugend.

IOC-Vizepräsident Thomas Bach versprach ein “Festival der Freundschaft, dass die Welt in ihren Bann schlägt“. Er hob die Themen Nachhaltigkeit und Umwelt hervor und meinte mit einem Seitenhieb auf den favorisierten Konkurrenten Pyeongchang: “Es geht nicht darum, wie oft sich jemand beworben hat. Es geht um den Sport und die Gesellschaft von morgen. Sagen sie doch bitte Ja zu München 2018.“ 2018 werde Deutschland über 80 Jahre auf Olympische Winterspiele gewartet haben.

Der 65 Jahre alte Beckenbauer versprach unter dem Gelächter des Auditoriums, dass er im Fall des Zuschlags für München sofort mit dem Training anfangen werde, um sich für Olympia 2018 zu qualifizieren. Nach dem Fußball-Sommermärchen 2006 lud Franz Beckenbauer die ganze Welt “zum Wintertraum 2018“ ein.

“Schenken Sie uns Ihr Vertrauen“, sagte Bundespräsident Christian Wulff am Mittwoch in Durban. Er versprach “fröhliche“ und “enthusiastische“ Winterspiele: “Deutschland steht hinter München 2018.“ München garantierte volle Stadien und ein Fest über den Sport hinaus.

IOC-Präsident Jacques Rogge bezeichnete die Präsentation als “exzellent“, es wurden nur drei Fragen gestellt. Anschließend stehen die Präsentationen der Konkurrenten Annecy/Frankreich und Pyeongchang/Südkorea auf dem Programm.

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Maria Riesch im BR: "Ich glaube, wir haben es alle ganz gut hingekriegt."

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Münchens OB Ude: "Die gesamte Präsentation als Gemeinschaftsleistung ist wunderbar gelungen. Wir haben in heitere Gesichter geblickt vom ersten Jodler an." Trumpfkarten seien die Auftritte von Franz Beckenbauer und Verena Bentele gewesen. 

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In einer knappen halben Stunde soll der französische Bewerber Annecy seine Bewerbung vorstellen.

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich: "Das war heute wirklich perfekt. Wir haben alle Register gezogen."

Kati Witt im BR: "Wir sind alle total erleichert." Die Präsentation habe alle Fragen beantwortet, meint die Eiskunstlauf-Olympiasiegerin.

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Wulffs Botschaft zwischen den Zeilen: Das IOC hat die Wahl zwischen einem Bewerberland, in dem Wintersport Volkssport ist. Und eben Südkorea, das eben nicht unbedingt mit Wintersport in Verbindung gebracht wird. 

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Bundespräsident Wulff im Bayerischen Rundfunk über die deutsche Präsentation: "Besser kann man es nicht machen."

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Bundespräsident Wulff betont: Vier von fünf Deutschen stehen hinter der Olympia-Bewerbung für 2018. Deutschland wolle sich weltoffen, freundlich und enthusiastisch zeigen. Wulff will persönlich dafür gerade stehen, "dass diese Spiele ein Ereignis werden, das wir alle nie wieder vergessen werden".

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IOC-Präsident Jacques Rogge dankt der deutschen Delegation für eine "exzellente Präsentation". Nun die Fragen der IOC-Mitglieder. Es beginnt Fürst Albert von Monaco - ein Befürworter der deutschen Bewerbung.

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9.06 Uhr in Garmisch-Partenkirchen: Papa Sigi Riesch fiebert beim Public Viewing dem Auftritt seiner Tochter in Durban entgegen.

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Zuvor hat die Langläuferin und Biathletin Verena Bentele die Paralympics thematisiert, die 2018 ebenfalls in Deutschland stattfinden würden - falls die Bewerbung den Zuschlag kriegt.  

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Jetzt spricht der Kaiser: Franz Beckenbauer tritt ans Mikrofon. Trotz seiner enormen sportlichen Erfolge bedauert Beckenbauer, dass er Deutschland nie bei Olympischen Spielen vertreten konnte. Beckenbauer beschwört die sympathische Stimmung bei der Fußball-WM 2018. Franz versichert: Wenn Deutschland die Spiele bekommt, dann werde er sofort beginnen für die Spiele zu trainieren. Auch wenn er nur als freiwilliger Helfer mitwirken könne.

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Wulff hat seine Rede nahezu komplett auf Deutsch gehalten. Nur den letzten Satz spricht er in Englisch: "Let dreams come true!" Heißt auf deutsch: "Lassen Sie Träume wahr werden."

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Wulff appelliert bei der Zeremonie (wird u.a. im BR live übertragen) an die Zuhörer: Wintersport ist in Deutschland Volkssport. Und bittet um Vertrauen für die deutsche Bewerbung.

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Nun spricht Bundespräsident Christian Wulff. "Jedes Kind in Deutschland wächst mit einem Schlitten auf und kann es jedes Jahr kaum erwarten, bis der erste Schnee fällt."

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8.50 Uhr in Garmisch-Partenkirchen: Als Biwi Rehm aus Garmisch-Partenkirchen zum Jodler ansetzt, schwenken rund 100 Fans beim Public Viewing am Mohrenplatz weiß-blaue Fähnchen. Zuvor haben schon Schulklassen aus dem Landkreis bei der Morgengymnastik mitgemacht!

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Bernhard Schwank, Chef der Bewerbergesellschaft betont: "München ist bereit." Schwank hebt die Wichtigkeit des Umweltschutzes bei der Bewerbung hervor.

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Als Vorzug Münchens werden Einkaufsmöglichkeiten - etwa die luxuriösen Geschäfte in dee Maximilianstraße - gezeigt. Auch das Nachtleben wird gelobt. Barkeeper-Legende Charles Schumann ist zu sehen.

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Ein weiterer Imagefilm präsentiert die Münchner Unterkünfte, kulturelle Highlights und die Gastronomie. Auch Garmisch-Partenkirchen und Königssee werden vorgestellt. 

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Nun spricht Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). Er erklärt der IOC-Vollversammlung das Oktoberfest - und dass der Münchner OB traditionell des erste Faß Bier anzapft. Den Schlegel zeigt Ude gleich auf der Bühne.

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Biwi Rehm, Sänger und Musikant aus Garmisch-Partenkirchen, hat bei der Präsentation in München auf der Bühne gejodelt und spontanen Applaus geerntet.

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Katharina Witt spricht nun.

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Insgesamt 95 IOC-Mitglieder entscheiden, ob München der Ausrichter der Olympischen Winterspiele 2018 wird. Diese Zahl bestätigte das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Tag der Entscheidung in Durban. Damit braucht München mindestens 48 Stimmen, um die ersten Olympischen Spiele seit 46 Jahren in Deutschland auszurichten.

Von den insgesamt 110 IOC-Mitgliedern sind sechs aus den potenziellen Ausrichterländern - darunter die Deutschen Thomas Bach und Claudia Bokel - im ersten Wahlgang nicht stimmberechtigt. IOC-Präsident Jacques Rogge und der Schweizer Denis Oswald (Interessenskonflikt) stimmen ebenfalls nicht ab. Dazu fehlen sieben weitere IOC-Mitglieder bei der Wahl in Südafrika, darunter Fifa-Ehrenpräsident Joao Havelange, gegen den Ermittlungen der Ethikkommission laufen.

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Botschaft des deutschen Imagefilms: "Es geht um mehr als um Gold, Silber und Bronze. Es ist ein Festival der Freundschaft!" Das Motto erinnert an den Slogan der Fußball-WM 2006 in Deutschland: "Die Welt zu Gast bei Freunden."

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Erster Redner für die deutsche Olympiabewerbung ist Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes.

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In Durban hat die Präsentation der deutschen Olympia-Bewerbung begonnen. Derzeit läuft der deutsche Bewerbungs-Film. Bilder vom Oktoberfest, vom Münchner Eisbach und von den alpinen Skipisten sind zu sehen. Der Imagefilm präsentiert München von seiner sympathischten Seite. In mehreren Sprachen laden Sportler wie Biathlon-Olympiasiegerin Magdalena Neuner und Münchner die Sportfans in die Isarmetropole ein.

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Innenminister Hans-Peter Friedrich hofft, dass München vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) den Zuschlag für die olympischen Winterspiele 2018 erhält. “Es wird die Entscheidung der IOC-Mitglieder sein, ob man die Wurzeln des Wintersports stärken will, oder ob man in Asien einen neuen Trieb setzen will“, sagte der CSU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk am Mittwoch.

Friedrich lobte das Engagement bei der Münchner Bewerbung in den vergangenen zwölf Monaten. “Viele haben mir hier in Durban gesagt, vor einem Jahr hättet ihr keine Chance gehabt, und jetzt seid ihr ernsthafte Wettbewerber und vorne mit dabei“. Darauf könne man stolz sein. Zu den Erfolgsaussichten Münchens wollte sich Friedrich nicht äußern.

Das IOC entscheidet am (heutigen) Mittwoch im südafrikanischen Durban über den Austragungsort. Dabei könnte München erstmals seit 46 Jahren die Olympischen Spiele wieder nach Deutschland holen. Konkurrenten sind das südkoreanische Pyeongchang und Annecy in Frankreich.

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