Stefan Forstmeier vom KFV über Waldbrandgefahr

"Das wichtigste ist ein vernünftiger Umgang mit dem Risiko"

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Oberbayern - Stefan Forstmeier vom Kreisfeuerwehrverband Rosenheim erklärt, wie jeder dazu beitragen kann, das Waldbrandrisiko zu minimieren. 

Die sommerlichen Temperaturen, die den April dieses Jahr dominiert haben, gehen ihrem Ende entgegen. Regenschauer und einige Grad Temperaturabfall sagt der Wetterbericht für das kommende Wochenende voraus. Der ist auch dringend nötig, erklärt Stefan Forstmeier vom Kreisfeuerwehrverband Rosenheim auf Nachfrage von Rosenheim24.de.

Der Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes sei in den letzten Tagen von der Warnstufe vier auf eine drei gesunken, eine positive Entwicklung, so Forstmeier. Das sei möglicherweise der erhöhten Luftfeuchtigkeit und niedrigeren Sonneneinstrahlung zu danken, die seit Donnerstagabend herrschen.  

Außergewöhnlich seien Trockenphasen, wie die aktuelle nicht. Es gebe jedes Jahr solche Zeitabschnitte, in denen es zu zu wenig Niederschlägen käme. Besonders 2018 habe man auch schon mit dem trockenen Frühjahr und dem damit verbundenen Waldbrandrisiko zu tun gehabt. 

Generell könne die Öffentlichkeit wesentlich zur Reduzierung dieser Gefahr beitragen. "Ein vernünftiger Umgang mit dem Risiko" sei das A und O dabei. Zigarettenstummel die man aus dem Auto werfe, Lagerfeuer und Daxenfeuer, oder heißgelaufene Autos, die auf zu trockenem Grund abgestellt werden, alle diese Dinge begünstigen die Brandgefahr. Eigentlich ganz intuitiv. "Es sollte jedem bewusst sein, was so ein Feuer auslösen kann", erklärt Forstmeier. "Das würden wir uns wünschen: Ein Bewusstsein und verantwortungsvoller Umgang mit dem Risiko", zieht er das Fazit. 

Immer wieder ist es in den letzten Wochen zu Feuerwehreinsätzen gekommen. Erst am Freitag brannte in Kogl bei Haag eine zehn Quadratmeter große Waldfläche. am Donnerstag, den 25. April, kam es in Albaching zu einem Waldbrand, bei dem möglicherweise durch das trockene Klima begünstigt, Brandstifter ein Feuer verursachten. 

Am Ostermontag kam es zu einem Feuerwehreinsatz in einem Waldstück in Prutting. Auch dort habe vermutlich Brandstiftung eine Rolle gespielt, vermutet die Polizei. Einen Tag später kam dann der nächste Alarm. In Bad Endorf brannte der Wald im Bereich der Forststraße. Am Mittwoch dann das selbe Spiel in Niedertaufkirchen - auch hier musste die Feuerwehr einen Waldbrand löschen. 

Auch für die Landwirte in der Region wäre der angekündigte Regen eine echte Erleichterung.

jv

Quelle: rosenheim24.de

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