Große Anteilnahme am Tod des 17-Jährigen:

Sudelfeld: Die Unfallserie reißt nicht ab

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Oberaudorf - Nach dem tragischen Crash am Sudelfeld kennt die Anteilnahme am Tod des 17-Jährigen kaum Grenzen. Leider kommt es auf dieser Strecke aber immer wieder zu schweren Unfällen:

Die rund 21 Kilometer lange Tatzelwurmstrecke von Brannenburg zum Sudelfeld und dann weiter auf der B307 Richtung Bayrischzell ist bei Motorradfahrern sehr beliebt. Doch leider ereignen sich dort - trotz Tempolimit und intensiver Kontrollen seitens der Polizei - immer wieder schwere Unfälle.

Erst am Samstag starb dort ein 17-Jähriger aus dem Landkreis Ebersberg. Der junge Mann hatte in einer Rechtskurve kurz hinter der Abzweigung zur Rosengasse die Kontrolle über seine Honda verloren und war frontal mit einem entgegenkommenden Viehtransporter zusammengestoßen. Der 17-Jährige kam nach notärztlicher Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Rosenheim, wo er jedoch wenig später seinen schweren Verletzungen erlag.

Tödlicher Unfall am Sudelfeld

Am Tag danach kehrten zahlreiche Freunde an die Unfallstelle zurück, legten Blumen und Kerzen nieder und errichteten eine kleine Gedenkstätte für den jungen Ebersberger. Auch im Internet kennt die Anteilnahme keine Grenzen: "Wir werden dich NIE vergessen" oder "Ich liege gerade fassungslos und geschockt da. (…) Er war ein ehemaliger Klassenkamerad von mir. Was ist passiert?" Mit solchen Sätzen verliehen seine Freunde und Schulkameraden ihrer Trauer Ausdruck.

Anteilnahme nach Sudelfeld-Crash

Immer wieder schwere Unfälle

Leider war dieser tragische Crash nicht der einzige, der in den letzten Jahren auf dieser Strecke passiert ist. Wenn man nur gut zwei Jahre zurückblickt, so krachte es in dieser Zeit dort mindestens neun Mal schwer, hauptsächlich unter Beteiligung von Motorradfahrern.

Im April 2013 war es an einem "schwarzen Wochenende" gleich zu drei schweren Unfällen gekommen: Zwei Autos kollidierten frontal, ein BMW wurde gegen einen Baum geschleudert und ein Motorradfahrer schwebte nach einer Kollision mit einem Auto in Lebensgefahr.

Zwei Tote bei Horrorcrash

Vier Monate später im August kam es zu einem regelrechten Horrorcrash, als zwei Motorradfahrer auf gerader Strecke mit hoher Geschwindigkeit zusammenstießen. Ein Mann war sofort tot, der andere starb wenig später in einer Münchner Klinik.

Motorradunfall am Sudelfeld

Nur eine Woche später krachte es damals erneut, als ein Motorradfahrer von der Straße abkam und dabei verletzt wurde. Im September 2013 stürzte in der sogenannten Applaus-Kurve ein weiterer Zweiradfahrer, der mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Auch im Jahr 2014 gab es folgenschwere Zwischenfälle mit Motorradfahrern. Im Mai schleuderte ein Biker auf der B307 gegen eine Felswand. Er hatte Riesenglück, denn um Haaresbreite wäre er von einem entgegenkommenden Auto überrollt worden. Schwer verletzt wurde ein weiterer Mann im Juli, als er mit seinem Bike auf der B307 einem Reh nicht mehr ausweichen konnte und heftig stürzte.

Und als ob all das noch nicht genug gewesen wäre, gab es zuletzt im November 2014 einen schweren Unfall auf der Sudelfeldstrecke, als ein Tiguan-Fahrer gegen eine Mauer krachte. Dabei wurden zwei Menschen schwer verletzt.

Schwerer Unfall am Sonntag am Sudelfeld

Diese fürchterlichen Unfälle sollten eigentlich für alle Warnung genug sein. Dennoch kontrolliert auch die Polizei in diesem Bereich immer wieder intensiv, um Rasern und "Tüftlern" Herr zu werden. Erst vor gut vier Wochen stoppten die Beamten einen Tiroler, der mit 140 Sachen statt der erlaubten 80 km/h über die Strecke gebrettert war. Sechs weitere Motorradfahrer wurden wegen teils erheblicher Geschwindigkeitsüberschreitungen angezeigt. Andere bekamen Ärger, weil sie an ihren Maschinen herumgebastelt hatten.

Zudem gibt es zur Erhöhung der Verkehrssicherheit ein Tempolimit von 80 km/h, doppelt durchgezogene Linien und Rüttelstreifen. Doch auch die intensivsten Vorbeugemaßnahmen scheinen manchen Unfall nicht verhindern zu können...

mw

Quelle: rosenheim24.de

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