Fünf Jungtiere in der Oberpfalz

Fotos belegen: Wolfsnachwuchs in Bayern

Das Foto zeigt Wolfswelpen, aufgenommen von einer Wildtierkamera. Eine Wölfin hat im Manteler Forst bei Neustadt an der Waldnaab (Oberpfalz) Nachwuchs bekommen.
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Das Foto zeigt Wolfswelpen, aufgenommen von einer Wildtierkamera. Eine Wölfin hat im Manteler Forst (Oberpfalz) Nachwuchs bekommen.

Neustadt an der Waldnaab - Eine Wölfin im Manteler Forst in der Oberpfalz hat Nachwuchs bekommen.

Fotos belegen, dass nun fünf Jungtiere zu dem Rudel gehören, wie das Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg mitteilte. Die Tiere im Landkreis Neustadt an der Waldnaab gelten als standorttreu. Wölfe sind streng geschützt. Zwei weitere standorttreue Rudel gibt es im Bayerischen Wald, darüber hinaus auch im Veldensteiner Forst in Oberfranken, in der Röhn, auf dem Truppenübungsplatz in Grafenwöhr sowie seit diesem Sommer auch ein standorttreues Einzeltier in den Allgäuer Alpen.


Fast wöchentlich werden auch anderenorts in Bayern Wölfe gesichtet, zuletzt unter anderem in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein. Meist sind das durchwandernde Tiere, die ihre elterlichen Rudel verlassen haben.

Wolf-Sichtung in Sachrang: „Er stand keine drei Meter von meinem Küchenfenster entfernt“


Zuletzt wurde ein Wolf Mitte Oktober im Gebiet um Aschau gesichtet. Irmi Aigner, die in Sachrang wohnt, schildert im Gespräch mit rosenheim24.de ihr Erlebnis: „Es war zwischen 23 und 23.30 Uhr, als mein Kater, der Felix, plötzlich nervös wurde und raus wollte.“ Als sie die Haustür öffnete, habe der Kater noch auf der Schwelle eine Kehrtwende vollführt und sei sofort zurück ins Haus. „Dem hat‘s pressiert“, erinnert sich Irmi. „Als ich die Tür wieder verschlossen hatte und das Hoflicht betätigte, stand er da und sah mich ruhig an, keine drei Meter von meinem Küchenfenster entfernt. 

Fördermittel für Schutz von Schafsherden

Das LfU verweist darauf, dass Tierhalter für den Schutz von Schafsherden - beispielsweise durch einen Elektrozaun oder einen Herdenschutzhund - Fördermittel beantragen können. Zudem ist es möglich, dass Nutztierhalter Schäden durch Wolf, Bär oder Luchs über den „Ausgleichsfonds Große Beutegreifer“ ersetzt bekommen.

Laut LfU leben in Deutschland seit 1996 wieder Wölfe. Seitdem habe es keinen Angriff auf Menschen gegeben. In der Regel reagierten Wölfe beim Anblick von Menschen vorsichtig und zögen sich zurück.

mh/dpa

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