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Überblick und Vergleich in der Region

Einmal zusammengefasst: Wo geht‘s hin in Sachen Volksfest-Bierpreisen?

Bier
+
Mit Bier gefüllten Gläsern stoßen zwei Personen an.

Wohin geht die Reise in Sachen Bierpreisen auf den Volksfesten der Region in diesem Jahr? Wir haben uns einen Überblick verschafft und Vergleiche angestellt.

Neumarkt-Sankt Veit/Rosenheim/Traunstein/Wasserburg - Nach zwei Jahren Zwangspause können heuer endlich wieder Volksfeste stattfinden. Doch schon früh war absehbar, dass sich die Besucher auf teils drastische Anstiege beim Bierpreis einstellen werden müssen. Vor allen Dingen wurde Anfang März bekannt, dass, laut Medienberichten, ein Liter Festbier auf dem Oktoberfest heuer zwischen 13,60 Euro und 14,90 Euro kosten könnte. Bei der letzten Wiesn kostete die Maß zwischen 11,40 Euro in der Augustiner Festhalle beziehungsweise 11,80 Euro in der Paulaner Festhalle oder im Löwenbräu-Festzelt. Und auch in der Region werden Festbesucher heuer für den Gerstensaft tiefer in die Taschen greifen müssen.

Wie entwickeln sich die Bierpreise auf den Volksfesten der Region?

So erklärte Marisa Steegmüller, die geschäftsführende Gesellschafterin der Brauerei Flötzinger, gegenüber den OVB-Heimatzeitungen, dass die Preise für das Herbstfest, welches vom 27. August bis 11. September stattfinden soll, noch nicht feststünden. Zwar werde man die Entwicklung etwa der Energiepreise auch wegen des Krieges in der Ukraine im Auge behalten müssen. „Aber für uns steht fest, dass wir weiterhin deutlich unter den Preisen in München liegen wollen“, sagt sie. „Wir wollen weiterhin ein Fest für die ganze Familie und ein richtiges Volksfest sein.“ 2019 lagen die Preise noch zwischen 8,90 und 9,20 Euro. Eine Steigerung auf zumindest 11 Euro oder mehr sei nicht auszuschließen, so die Zeitung.

Wohin geht die Entwicklung?

Im Fall der bisher bekanntgewordenen Bierpreise auf Volksfesten der Region war im Durchschnitt eine Steigerung um 15 bis 17 Prozent zu verzeichnen. Das ist noch weitab von dem Anstieg, welcher für das Oktoberfest mit 26 Prozent prognostiziert wird. (Siehe Vergleichs-Tabelle unten)

Fest/Preis20192022Veränderung in Prozent
Oktoberfest München11,80 Euro 14,90 Euro (Schätzung)+26,27 Prozent
Frühlingsfest Traunstein8,40 Euro9,80 Euro+ 16,67 Prozent
Frühlingsfest Wasserburg8,90 Euro10,30 Euro+ 15,73 Prozent
Volksfest Neumarkt-Sankt Veit7,60 Euro8,80 Euro+ 15,79 Prozent
Volksfest Garching an der Alz8,20 Euro9,60 Euro+ 17,07 Prozent

Auf dem kürzlich zu Ende gegangenen Traunsteiner Frühlingsfest kostete die Mass heuer 9,80 Euro gegenüber 8,40 Euro 2019. Darauf hätten die Leute allerdings „überhaupt nicht“ reagiert, wie Bierzelt-Leiterin Selma Yahyaoglu im Gespräch mit unserer Redaktion berichtete. „Man merkt richtig, dass die Leute wieder raus wollen und hungrig auf Veranstaltungen sind“ und entsprechend habe sich der Bierpreis ebenso wenig wie Corona auf die Feierfreudigkeit der Traunsteiner ausgewirkt, welche das Festzelt zeitweise geradezu überrannten.

Auch in Wasserburg und Neumarkt-Sankt Veit steigen die Bierpreise

Als eines der nächsten Volksfeste in der Region steht das Wasserburger Frühlingsfest an, welches vom 25. Mai bis 6. Juni stattfindet. 2019 kostete die Mass dort noch 8,90 Euro. Seitdem seien, aktuell auch als Folge der weltweiten Krise mit großen Lieferproblemen und steigenden Energiepreisen, die Produktionskosten explodiert, bedauert der Vorstand der Privatbrauerei Gut Forsting im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen.. Er nennt als Beispiel die Kosten für Malz: Für eine Tonne zahlte er vor der Krise 371 Euro, jetzt 595 Euro, also doppelt so viel. Die Mass Bier werde deshalb heuer 10,30 Euro kosten. 30 Cent pro Mass wolle die Brauerei für die Ukraine-Hilfe spenden – vorausgesetzt, das Geschäft auf dem Frühlingsfest laufe gut und erfülle die betriebswirtschaftlichen Erwartungen. 

Vom 3. bis 12. Juni findet außerdem das Volksfest in Neumarkt-Sankt Veit statt. „Ich bin überzeugt, dass es ein gutes Bier ist“, betont Aldersbacher-Braumeister Lorenz Birnkammer. Und ein gutes Bier habe seinen Preis: 8,80 Euro kassiere die Bedienung für eine Maß Bier. Damit erhöhe sich der Preis gleich um 1,20 Euro. Festwirtin Anneliese Zens fügt allerdings hinzu, dass man damit immer noch weit unter dem Durchschnitt liege. Zum Vergleich: 2011 kostete die Maß noch 5,70 Euro, fünf Jahre später bereits 6,40 Euro und 2017 7,40 Euro.

hs