Neues Phantombild im Mordfall Zimmermann

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So soll der Verdächtige aussehen, der sich am 7. Juni am Tatort aufgehalten haben soll.

Landkreis Ebersberg - Seit Juni ermittelt die Soko Kaltenbrunn wegen des Mordes an Luise Zimmermann. Die Leiche der 73-Jährigen war am 21. Juni im Egmatinger Forst gefunden worden - erwürgt, nackt und ausgeraubt.

Ein Spaziergänger fand damals die Leiche einer 73-jährigen Frau aus München, die von ihrer Tochter seit dem 09. Juni als vermisst gemeldet war. Es ist davon auszugehen, dass der Täter sein Opfer gezielt auswählte, erwürgte und die Leiche in der Nähe des Angriffsortes im Wald in einer Mulde ablegte. Bis auf eine Sonnenbrille nahm der Täter alle persönlichen Gegenstände des Opfers, einschließlich eines Rucksackes und der Kleidungsstücke mit.

Wiederholte umfangreiche Walddurchsuchungen brachten bislang kein Ergebnis über den Verbleib. Inzwischen nachgewiesene Brandspuren am Ablegeort der Leiche lassen darauf schließen, dass der Täter versuchte, Spuren zu beseitigen. Zuletzt am 13. Oktober bat die Kripo Erding mit der Veröffentlichung eines Fotos einer Wildbeobachtungskamera um sachdienliche Hinweise, die tatsächlich zur Identifizierung des Mannes auf dem Lichtbild führten. Der Zeuge konnte ein Alibi vorweisen. Belastende Umstände für eine Tatbeteiligung ergaben sich nicht.

Nun wenden sich die Ermittler mit einem Phantombild erneut an die Öffentlichkeit. Unter den bislang eingegangenen rund 280 Hinweisen ist die Beobachtung eines Zeugen, dessen Aussage die Fertigung eines Phantombildes ermöglichte. Während einer Waldabsuche kam dieser auf die Einsatzkräfte zu. Er schilderte eine verdächtige Wahrnehmung am Tattag, Sonntag, 07. Juni, gegen 14.30 Uhr. Im Umfeld des Tatortes begegnete der Zeuge auf seinem Pferd einem Mann, der offensichtlich bewusst sein Gesicht verbergen wollte und einem üblichen höflichen Gruß des Reiters durch einen Blick auf die Seite bewusst auswich. Im Rahmen einer von einem Experten begleiteten kognitiven Vernehmung konnte nun eine Gesichtszeichnung dieses Mannes angefertigt werden.

Der gesuchte Mann wird als Mitteleuropäer im Alter von 45 bis 50 Jahren beschrieben, ca. 170 cm groß und schmächtig. Er hatte glatte dunkle Haare über die Stirn hängend. Was die Kleidung betrifft, konnte sich der Zeuge noch an ein Wanderhemd mit Kragen erinnern. Hinweise und Aussagen weiterer Zeugen, die sich bei der Kripo meldeten, stützen die Beobachtung des Reiters. Auch Sie konnten sich an einen Mann mit dem geschilderten Aussehen erinnern.

Die Kripo setzt weiter auf die Mithilfe der Bevölkerung und hat folgende Fragen:

- Wer kann Angaben zur abgebildeten Person machen?

- Wer hat am Wochenende des 06./07. Junis an der Wanderung in der Umgebung von Aying teilgenommen und sich noch nicht bei er Polizei gemeldet?

- Wem sind am tatrelevanten Wochenende, Samstag, 06.07.09 und Sonntag, 07.06.09 Personen im Waldstück aufgefallen?

- Wer hat Fotos oder Videoaufnahmen von der Wanderung gemacht?

- Wer hat entlang der Staatsstraße 2081 von Aying nach Egmating durch den Forst verdächtige Wahrnehmungen gemacht?

Hinweise werden direkt an die Soko Kaltenbrunn erbeten. Das Hinweistelefon ist unter der Nummer 08122 / 398380 jederzeit erreichbar. Es besteht auch die Möglichkeit über das Internet Mitteilungen zu machen: www.polizei-oberbayern-nord.de. Auf Wunsch können sie vertraulich behandelt werden.

Für Hinweise die zur Aufklärung des Verbrechens oder zur Ergreifung des Täters führen, ist eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. „Aktenzeichen XY“ wird den Fall in der nächsten Sendung am Mittwoch, 11. November in einem Filmbeitrag ausstrahlen.

Pressemeldung Soko Kaltenbrunn

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