Neuer Personalausweis ärgert Städte

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Der neue Personalausweis sorgt in vielen bayerischen Städten für Verwirrung.

München - Die Einführung des neuen Personalausweises ist für viele bayerische Städte ein Ärgernis. Viele Ausweise liegen bereits vor, können aber nicht freigeschalten werde, was bei vielen Bürgern für Verwirrung sorgt.

“Zuerst wollte der Bund die Kosten auf die Kommunen abwälzen, dann lief die Organisation holprig und jetzt macht die Aushändigung der Ausweise an die Bürger Probleme“, sagte der bayerische Städtetagschef Hans Schaidinger (CSU) laut Mitteilung am Donnerstag in München.

In vielen Ämtern lägen die Ausweise schon vor, die zur Freischaltung der Zusatzfunktionen nötigen Terminals funktionierten aber nicht immer. “Es ist für die Bürger paradox - der Ausweis ist da, kann aber nicht ausgegeben werden“, erläuterte Schaidinger.

Seit dem 1. November geben die 5300 zuständigen Behörden in Deutschland nur noch die neuen Personalausweise aus. Auf dem Chip können nicht nur die Ausweisdaten zusätzlich digital gespeichert werden. Neu ist auch, dass jeder Bürger freiwillig zwei Fingerabdrücke auf der Karte speichern lassen kann. Mit dem elektronischen Personalausweis kann man sich außerdem bei Händlern im Internet ausweisen und mit einer auf dem Chip gespeicherten digitalen Signatur rechtsverbindliche Verträge im Internet abschließen.

Nach Angaben von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) hinkt die Bundesdruckerei derzeit mit der Auslieferung nach. Bis Anfang Dezember seien 300 000 neue Ausweise gedruckt worden. Außerdem habe es anfänglich Probleme mit der Software für die Online-Funktion des Ausweises gegeben.

dpa

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