Wurde die Frau erdrosselt und verbrannt?

Tote vom Feringasee: Ahnte Beatrice F. ihren Tod voraus?

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eine verkohlte Frauenleiche wurde am Montag in Unterföhring gefunden. Jetzt ist klar: Sie wurde ermordet.
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Unterföhring - Vier Tage nach dem Auffinden der Leiche am Feringasee hat die Polizei den Lebenspartner festgenommen - er steht unter dringendem Tatverdacht, der Fall ist so gut wie gelöst. Doch wie konnte es überhaupt so weit kommen? 

Das Rätsel um die Tote vom Feringasee ist gelöst: Seit Mittwochmittag sitzt der Lebensgefährte der Managerin Beatrice F. (35) unter Mordverdacht in U-Haft. Bedrückend und lang ist die Indizienkette, die die Mordkommission in den letzten ­Tagen auf bereits 500 Aktenseiten gegen Key Account Manager Konstantin V. (32) zusammengetragen hat. 

"Stück verbranntes Holz"

Seit Donnerstag ist bekannt: Beatrice F. ist vermutlich bereits in der Nacht auf Samstag erdrosselt worden, das hat die Polizei in einer ausführlichen Pressekonferenz bekannt gegeben. Anschließend wurde sie zum Feringasee gebracht und dort angezündet. Landschaftsgärtner fanden ihre Leiche am Montagmittag auf einem Parkplatz nahe des Sees im Münchner Norden. "Aus der Entfernung hätte man denken können, es handele sich um ein Stück verbranntes Holz", schilderte ein Feuerwehrmann Anfang der Woche seine Eindrücke gegenüber unserem Partnerportal tz.de, "Aus der Nähe war es offensichtlich, dass da ein verbrannter Mensch liegt. Die Tote lag auf dem Bauch. Man sah menschliche Knochen." Die 35-Jährige konnte nur noch über ihren Zahnstatus identifiziert werden.

Am Montag wurden alle Spuren am Feringasee gesichert.

Wie konnte es überhaupt soweit kommen? 

Wie unser Partnerportal tz.de berichtet, sollen Beatrice F. und Konstantin V. vier Jahre lang ein Paar gewesen sein. Im oberfränkischen Rehau kreuzten sich im Jahr 2009 die Wege der ehrgeizigen und lebensfrohen Beatrice mit denen des gutaussehenden Jung-Managers Konstantin V.. Gemeinsam gingen die beiden 2011 nach München, wo Konstantin V. zuletzt als Key Account Manager bei einem Büroausstattungs-Konzern arbeitete, sie als Advanced Projekt Managerin. Beide waren offenbar sportlich und hatten keine gemeinsamen Sorgen. Doch hinter der Fassade von Erfolg und Glück gab es offenbar große Probleme...

Wie die tz weiter berichtet, sucht die Münchner Mordkommission derzeit noch immer nach einem eindeutigen Motiv. Offensichtlich scheint es in letzter Zeit in der Beziehung zu massiven Problemen gekommen zu sein. Die kontaktfreudige Beatrice ging offenbar immer öfter eigene Wege, möglicherweise stand eine Trennung im Raum. Das letzte Lebenszeichen von ihr stammt vom Freitag Abend. Da war sie mit ihrem BMW zu einer Freundin gefahren – allein. Von dort aus wollte sie heimfahren. Die Nacht hat sie aber nicht überlebt.

Mit Brennstoff übergossen und komplett verbrannt

Seit der Festnahme von Konstantin V. am Mittwoch durchforstet die Spurensicherung das Wohnhaus des Paares. Denn hier wurde Beatrice F. nach Überzeugung der Mordkommission in der Nacht von Freitag auf Samstag erdrosselt. Darauf sollen Spuren hinweisen, über die Oberstaatsanwältin Anne Leiding und der Erste Kriminalhauptkommissar Herbert Linder noch keine Details verraten wollen. Denn ein Geständnis gibt es nicht, so die tz weiter. Wie Oberstaatsanwältin Anne Leidig gegenüber der AZ mitteilt, habe der 32-Jährige aus "niederen Beweggründen" gehandelt. Der Begriff "niedere Beweggründe" deutet darauf hin, dass der 32-Jährige aus Rache oder Eifersucht gehandelt haben könnte. Wie die AZ weiter schreibt, soll die Frau auf mehreren Dating-Portalen im Internet aktiv gewesen sein. Auf einem schrieb Beatrice F. offenbar unlängst: "Ich bin zum ersten Mal dabei und freue mich auf nette Leute. Denn du weißt nicht, ob du noch Zeit hast, es auch zu genießen!"

Vermutlich kam es in der Mordnacht zu einem heftigen Streit. Womit Beatrice F. erdrosselt wurde, ist derzeit noch unklar. Die Mordkommission geht davon aus, dass sie noch in der gleichen Nacht zum Parkplatz am Feringasee gebracht wurde. Der Täter überließ nichts dem Zufall. Die tote Frau wurde von allen Seiten mit einer größeren Menge Brennstoff übergossen und komplett verbrannt.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie bei unseren Kollegen der tz.

mh

Quelle: rosenheim24.de

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