LKA ermittelt wegen Waffenhandel

Razzia in Neubeuern - Beamte finden landesweit mehrere Schusswaffen

+
  • schließen

Neubeuern - Seit den frühen Morgenstunden läuft in Neubeuern ein Polizeieinsatz. Hintergrund sind südbayernweite Durchsuchungen des LKA wegen des Verdachts auf Waffenhandel.

Update, 13.15 Uhr: Pressemeldung des Bayerischen Landeskriminalamtes

Wie bereits am 20. November. 2018 berichtet, kam es im Landkreis Miesbach am 19. November. 2018 zur Festnahme eines 70-Jährigen und eines 78-Jährigen, die im Verdacht stehen, sich eine vollautomatische Maschinenpistole in Tirol beschafft und diese in Deutschland weiterverkauft haben sollen. Im Rahmen der weiteren Ermittlungen des Sachgebietes Waffenhandel im Bayerischen Landeskriminalamt und der Staatsanwaltschaft München I ergaben sich Verdachtsmomente gegen mehrere Personen, die in den letzten Jahren in engen Kontakt mit dem 78-Jährigen standen. 

Aufgrund der erlangten Erkenntnisse wurden durch die Staatsanwaltschaft München I für mehr als 20 Objekte im südbayerischen Raum Durchsuchungsbeschlüsse beantragt und vom AG München erlassen.

Diese mehr als 20 Objekte in München und den Landkreisen Bad- Tölz/Wolfratshausen, Rosenheim, Miesbach und Erding wurden am 20. März in den Morgenstunden von zwei Staatsanwälten und mehr als 200 Polizei- und Kriminalbeamten durchsucht. Dabei fanden die Ermittler mehrere halbautomatische Waffen, Munition im vierstelligen Bereich, mehrere verbotene Gegenstände, Handfeuerwaffen im zweistelligen Bereich und diverse Langwaffen

Zehn Männer im Alter bis zu 94 Jahren wurden als Beschuldigte vernommen und nach den polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die umfangreichen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München I und des Bayerischen Landeskriminalamtes werden fortgesetzt.

Pressemeldung Bayerisches Landeskriminalamt

Erstmeldung:

Am Mittwochmorgen, 20. März, gegen sechs Uhr sollen mehrere Polizeibeamte ein Grundstück in Neubeuern umstellt haben, schilderte eine Anwohnerin die Situation vor ihrer Haustüre gegenüber rosenheim24.de. Bereits etwa drei Stunden zuvor hätte sich die Polizei vor dem Objekt platziert.  

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd erklärte auf Anfrage von rosenheim24.de, dass es sich bei dem Einsatz um eine Aktion des Landeskriminalamtes handele und die angrenzenden Polizeiinspektionen nicht involviert seien. 

Verstoß gegen den Waffenhandel?

Ludwig Waldinger, stellv. Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des bayerischen Landeskriminalamtes, führte gegenüber unserer Redaktion aus, dass es am Mittwochmorgen "in einigen Stellen in Südbayern" in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft München I zu Wohnungsdurchsuchungen kam bzw. kommt. 

Hintergrund der Aktion seien Maßnahmen gegen den unerlaubten Waffenhandel im südbayerischen Raum. "200 Beamte befinden sich aktuell im Einsatz", bestätigte Ludwig Waldinger. Weitere Details könne er aktuell aber nicht preisgeben. 

Auch in welchen Dörfern, Städten und Gebieten diese Durchsuchungen stattfinden, bleibt ungewiss. Zu möglichen Funden konnte sich Ludwig Waldinger im Moment ebenfalls noch nicht äußern. Man werde die Bevölkerung aber im Laufe des Tages bzw. spätestens am Donnerstag selbstverständlich ausführlich informieren. 

Leserreporter: 

Die ersten Hinweise zu diesem Artikel haben uns unsere Leser geschickt! Werden auch Sie Leserreporter und informieren Sie uns über Geschehnisse in unserer Region. Nutzen Sie hierfür die Leserreporter-Funktion unserer App (Google play & App Store) oder schicken Sie uns über unsere Facebook-Seite eine persönliche Nachricht. Helfen auch Sie mit, unser News-Portal noch aktueller und abwechslungsreicher zu gestalten – besten Dank! 

mz

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT