Naziszene in Südbayern immer aktiver

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Traunstein - Der Journalist Robert Andreasch beschäftigt sich beruflich ausschließlich mit der rechtsextremen Szene. Die Entwicklungen in Bayern sieht er als Gefahr.

Ausschreitungen Rechtsextremer zum Jahrestag der Bombardierung in Dresden, die zehn Morde der "Zwickauer Terrorzelle" – die vergessen geglaubte braune Ideologie rückt plötzlich wieder ins Alltagsgeschehen. Auch Bayern ist davon nicht verschont, schließlich geschahen hier fünf der jüngsten Morde, und der Aufmarsch von Neonazis in Mühldorf und Nazikonzerte wie in Halsbach zeigen, dass auch Südostbayern nicht verschont wird.

Die braune Gesinnung spukt immer häufiger in den Köpfen herum. Dies ist die Erkenntnis von Robert Andreasch. Er ist Journalist und Mitarbeiter des "Antifaschistischen Informations- und Dokumentationsarchivs". Seine journalistische Arbeit dreht sich ausschließlich um die rechtsextreme Szene. Die braune Ideologie ist keineswegs aus den Köpfen verschwunden - im Gegenteil: "Die rechten Parteien wie zum Beispiel die NPD haben an Macht verloren. Doch immer mehr vor allem junge Menschen schließen sich rechten Netzwerken oder Vereinigungen an." Mit kleineren, unangemeldeten Aufmärschen werden dann immer häufiger die radikalen Gesinnungen zum Ausdruck gebracht. So wurde zum Beispiel vor kurzem spekuliert, dass Neonazis am 1. Mai in Rosenheim eine Demonstration planen würden.

Am 1. Mai wohl keine Nazidemo in Rosenheim

Dieses Gerücht sieht Andreasch als sehr unwahrscheinlich an. "Dieses Gerücht stützt sich auf dubiose Presseinformationen. Das rechtsradikale Bündnis "Freies Netz Süd" plant am 1. Mai einen größeren Aufmarsch im fränkischen Hof. Dabei sind alle bayerischen Neonazis, die im "Freien Netz Süd" organisiert sind inbegriffen. Es gibt aber ein anderes Bündnis, das am 1. Mai zu dezentralen Aufmärschen aufruft." Es sei also nicht auszuschließen, dass es spontane Demos auch in anderen südbayerischen Städten gebe. Dennoch sei es unwahrscheinlich, dass in Rosenheim ein Nazi-Aufmarsch gepant ist, da die bayerischen Neonazis sich auf die Aktion in Hof geeinigt hätten.

red

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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