Idee unabhängig von brutaler Vergewaltigung entstanden

So will ein Rosenheimer Frauen sicher nach Hause bringen

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So funktioniert die WhatsApp-Gruppe "Sicherer Heimweg Rosenheim".
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Rosenheim - Die fürchterliche Vergewaltigung am Wochenende in Rosenheim hat für überregionale Schlagzeilen gesorgt. Dabei war eine junge Frau alleine im Riedergarten unterwegs, als sie vom Täter angefallen wurde. Ein Rosenheimer möchte solche Situationen zukünftig vermeiden.

Chris Preisinger hatte dazu - unabhängig von der schrecklichen Vergewaltigung - bereits vor einigen Wochen eine coole Idee. Er hat eine WhatsApp-Gruppe unter dem Namen "Sicherer Heimweg Rosenheim" ins Leben gerufen. Dort können sich Frauen austauschen und nach einer Begleitung für einen sicheren Heimweg fragen.

Ein Beispiel: 

Frage in der Gruppe: "Hey Mädels, ich muss in einer halben Stunde vom Oscars zur Loretowiese. Muss noch jemand in diese Richtung?" Antwort: "Passt super. Sind zu zweit und würden um 2.15 Uhr los. Schreibe dir gleich noch eine PM wegen dem Treffpunkt." Die genaue Absprache zwischen den Frauen erfolgt dann per Privatchat, betont Preisinger im Gespräch mit rosenheim24.de.

Wie funktioniert das Ganze?

Alle Infos gibt es auf der Facebook-Seite "Sicherer Heimweg Rosenheim".

So könnte eine Unterhaltung in der Gruppe ablaufen.

Zudem hat sich der Initiator mit vielen Bars und Clubs in Rosenheim in Verbindung gesetzt und dort Plakate aufgehängt. Darauf abgebildet ist ein QR-Code und eine Handynummer, über die interessierte Frauen via WhatsApp oder SMS um Aufnahme in die Gruppe bitten können. Die Administratoren prüfen dann, ob es sich wirklich um eine Frau handelt - und dann kann es auch schon losgehen. Die Nummer lautet: 0174/1802332.
"Die Idee ist mir vor einigen Wochen gekommen, da meine Freundin auch schon mal in solchen Situationen war. Das Ziel war, das Ganze bis zum Wiesn-Start auf den Weg zu bringen", schildert Preisinger seine Beweggründe. Aktuell befindet sich die Gruppe noch im Aufbau, aber es werden täglich mehr Mädels - ganz nach dem Motto: "Je mehr, umso besser!"

Polizei ermittelt weiter mit Hochdruck

Unterdessen gibt es in Sachen der brutalen Vergewaltigung derzeit keine wesentlichen Neuigkeiten. Die Polizei ermittle weiter mit Hochdruck und außerdem sei die Präsenz der Sicherheitskräfte in der Innenstadt noch einmal erhöht worden, hieß es. 

Die 21-jährige Frau war am Sonntagmorgen, 8. September, alleine auf dem Heimweg vom Herbstfest, als sie vom bis dato unbekannten Täter im Riedergarten angefallen und vergewaltigt worden war. Der Mann flüchtete anschließend unerkannt. Die Polizei hat deswegen am Montag eine eigene Ermittlungsgruppe (EG Park) eingerichtet.

mw

Quelle: rosenheim24.de

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