Nach Protesten mehr Geld für Staatsbibliothek

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Ein Mitarbeiter der Bayerischen Staatsbibliothek in München.

München - Nach heftigen Protesten wegen finanzieller Einschnitte bekommt die Bayerische Staatsbibliothek nun 500 000 Euro aus einem Ausbauprogramm für den doppelten Abiturjahrgang.

“In Anbetracht der steigenden Studierendenzahlen und des doppelten Abiturjahrgangs ist auch die Staatsbibliothek immer stärker gefordert“, sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) am Donnerstag laut Mitteilung in München.

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Im September hatte Bibliotheksdirektor Kurt Griebel erfahren, dass die Haushaltssperre für dieses Jahr kurzfristig von 20 auf 30 Prozent erhöht wurde. Das bedeutete einen zusätzlichen Etateinbruch von rund 1,4 Millionen Euro. Daraufhin schlugen auch die Buchbinder Alarm, die für die Staatsbibliothek arbeiten und nun um ihre Aufträge fürchten.

Besonderer Kritikpunkt: Alle Universitätsbibliotheken im Freistaat mussten mit einer Haushaltssperre von 20 Prozent kämpfen - die Staatsbibliothek, die eng mit den Hochschulen zusammenarbeitet und ihnen teure Literatur zur Verfügung stellt, musste aber sogar Einschnitte von 30 Prozent verkraften. Heubisch betonte, dass er sich weiter dafür einsetzen werde, dass die Staatsbibliothek bei notwendigen Sparmaßnahmen in Zukunft genauso behandelt wird wie Universitäten und Fachhochschulen.

Die Bayerische Staatsbibliothek ist die zweitgrößte Universalbibliothek im deutschsprachigen Raum und genießt internationales Ansehen. Im Jahr 2009 zählte sie rund 70 000 Nutzer und damit 21 000 mehr als noch im Jahr 2002. Die Staatsbibliothek verfügt über einen Gesamtbestand von mehr als 9,5 Millionen Bänden.

dpa

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