Ermittlungen gegen "Tierhasser" laufen

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Traunstein - "Jede Töle und Katzenviecher müssen lebendig verbrannt werden." So lautet ein Satz aus dem Drohbrief, der einer 69-Jährigen Traunsteinerin an die Autoscheibe geklebt wurde.

Die Stimmung bei Carola L. ist angespannt, nachdem ihrer Mutter am vergangenen Sonntag der Drohbrief an die Autoscheibe geklebt wurde. "Das ständige Gekläffe, besonders in der Früh, bringt uns alle zur Weißglut", steht dort zu lesen. Und weiter: "Wir würden uns über russische Regeln freuen: Jede Töle und Katzenviecher müssen lebendig verbrannt werden, um wieder ein Gleichgewicht herzustellen." Unterschrieben wurde der Brief mit: "die Anwohner von Haidforst".

Vorausgegangen war der Hetzkampagne gegen die 69-Jährige ein Nachbarschafts-Streit. Als sie mit ihrer Nichte und den fünf kleinen Hunden am Samstag spazieren ging, kam es zu der Auseinandersetzung, berichtet Tochter Carola: "Die beiden erwachsenen Söhne des Nachbarn haben die Hunde solange provoziert, bis diese gebellt haben. Einer meinte dann, er sei von einem der Tiere angegriffen worden."

Am nächsten Morgen klebte dann das Schreiben am Briefkasten und am Auto der 69-Jährigen. "Ob der Nachbar auch der Verfasser des Briefes ist, wissen wir natürlich nicht sicher", so Carola L. Noch am gleichen Tag erstattete die Traunsteinerin Anzeige. Das bestätigte auch die Polizeiinspektion Traunstein: "Wir haben die Anzeige erstellt. Ein Strafverfahren und Ermittlungen wurden eingeleitet." Die Verunsicherung bei Carola L. bleibt aber weiterhin: "Ich werde da schon unruhig, weil meine Mutter alleine wohnt und die kleinen Hunde sie auch nicht beschützen können."

Quelle: chiemgau24.de

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