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Nach Corona-Wutrede in Leichenhalle in München

Jetzt spricht die gefeuerte Uni-Mitarbeiterin: „Das ist alles ein bisschen aus dem Ruder gelaufen...“

Corona-Wut-Video LMU Leichenhalle München Samira
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Samira Y. wurde nach einem Wut-Video aus der Leichenhalle von ihrem Arbeitgeber freigestellt.

München – Vergangene Woche sorgte das Video einer jungen Frau, aufgenommen in einer Leichenhalle der LMU München, für gewaltige Schlagzeilen. Die Präparatorin wurde daraufhin von ihrem Arbeitgeber freigestellt. Jetzt hat sich Samira Y. zu ihrer Corona-Wutrede geäußert.

Die LMU-Mitarbeiterin machte in ihrem ersten Video, das über drei Millionen Mal angeklickt wurde, ihrem Ärger über Corona-Maßnahmen Luft - und filmte sich dabei selbst an ihrem Arbeitsplatz, der Leichenhalle. Unter anderem kritisierte sie die Vorgaben für das Personal im Gesundheitswesen. Sie echauffierte sich außerdem über eine vermeintliche PCR-Testpflicht für ungeimpftes Personal an der Uniklinik, deren Kosten sie angeblich selber tragen müssten. Deswegen würden scheinbar viele Mitarbeiter kündigen und sich der Personal-Notstand weiter verschärfen. Für ihr Video bekam sie viel Zuspruch von Corona-Skeptikern, -leugnern und aus der Impfgegner-Szene – und dies, obwohl sie dabei falsche Tatsachen behauptet.

Jetzt hat Samira Y. ein neues Video aufgenommen, wo sie sich für ihr Vorgehen rechtfertigt. In dem rund drei minütigen Clip sagte die junge Frau gleich zu Beginn, dass in den letzten Tagen „eine unglaubliche Sache nach der anderen passiert“ sei. So habe sie in unter anderem auch Besuch von der Polizei bekommen. Dies sei allerdings nichts „Gravierendes“ gewesen, sondern lediglich wegen einer Zeugenaussage, „weil hier anscheinend einige in meinem Namen ein paar Sachen machen“. Offenbar wurde in Y.‘s Namen eine Querdenker-Demo für 14. Dezember geplant und es hat anscheinend auch verschiedene, dubiose Spendenaufrufe gegeben. Y. machte jetzt deutlich: „Ich brauche kein Geld! Noch bin ich angestellt, ich bin nur freigestellt!“

Samira Y. beklagt sich über Medien

Zu den restlichen Vorwürfen wollte die junge Frau gar nicht mehr viel sagen. „Ich möchte mich auch weiter nicht dazu äußern. Alles, was ich dazu sagen kann, ist, dass ich meinen Job seit sieben Jahren super-gerne gemacht habe. Und ich würde mich natürlich freuen, wenn meine Arbeitgeber dies genau so sehen und ich weiter meine Dienste zur Verfügung stellen kann“, so Samira. Allerdings räumt sie auf gewisse Weise ein, dass die Flut der Reaktionen auf ihre Corona-Wutrede sie durchaus überrascht hat: „Das ist alles ein bisschen aus dem Ruder gelaufen und nicht so, wie ich wollte!“ Zugleich beklagte sie sich über eine angeblich „irreführende Berichterstattung“ durch die Medien.

„Corona-Politik vernichtet Existenzen“

Inzwischen hat sie sich auch gegenüber der Bild-Zeitung geäußert. Sie distanziert sich dabei von der Querdenker-Szene, kritisiert aber weiter die politischen Vorgaben: „Corona ist echt. Corona ist gefährlich. Es steht außer Zweifel, dass das Coronavirus schwere Krankheitsverläufe verursachen und Langzeitschäden zur Folge haben kann, bis hin zum Tod. Deshalb ist eine gute Vorsorge aller Menschen und eine gute medizinische Versorgung der Betroffenen unabdingbar. Die derzeitige Corona-Politik erfolgt rein situativ, hat keine Langzeitstrategie – und vernichtet Existenzen.

Ihr (Noch-)Arbeitgeber, die Ludwig-Maximilians-Universität in München, hatte die 27-Jährige nach dem Wut-Video mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben freigestellt und gegen sie ein Hausverbot verhängt. Eine fristlose Kündigung werde vorbereitet, hieß es: „Die LMU distanziert sich aufs Schärfste von dem Inhalt des Videos.

mw/mh

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