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Hamburger SV schmeißt Trainer Titz heraus - Bekannter Nachfolger steht fest

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Kleine Ursache - große Wirkung

800 Euro Strafe für "Gleisläufer" (20) mit über zwei Promille

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Kurz nach Mitternacht am 30. September musste eine S-Bahn zwangsgebremst werden, weil sich „Personen im Gleis“ befanden.

München/Augsburg - Lallend lief ein betrunkener Schwabe zur Oktoberfestzeit an der Münchner Hackerbrücke umher. Weil eine S-Bahn notgebremst werden musste, stand der junge Mann am 17. Mai vor Gericht:

An der Hackerbrücke abfahrende Oktoberfestbesucher sowie Reisende, die viele Minuten in einer S-Bahn verweilen mussten, erinnern sich bestimmt noch an Samstagabend, den 30. September letzten Jahres. 

Kurz nach Mitternacht musste eine S-Bahn zwangsgebremst werden, weil sich „Personen im Gleis“ befanden. Mitarbeiter der Deutsche Bahn Sicherheit und Beamte der Bundespolizei griffen im Gleisbereich vor dem Hauptbahnhof einen alkoholisierten 20-Jährigen auf.

Mit 2,81 Promille, lallend und orientierungslos

Der mit 2,18 Promille Alkoholisierte konnte sich am 17. Mai vor dem Amtsgericht Augsburg an Einzelheiten dieser Phase seines „Wiesnbesuchs“ nicht mehr erinnern. 

Kein Wunder! Im Polizeibericht stand unter anderem: erhebliche Anzeichen einer Alkoholisierung - Motorik und Gestik auffallend langsam, die Sprache verwaschen bis lallend. Er wusste aber noch von einem Anruf seiner Freunde. Da befand er sich im Gleisbereich – sie fragten wo er sei, denn er hätte doch die Tickets für alle einstecken.

Reuiger Jugendlicher

Für sein Verhalten entschuldigte sich der reuige junge Mann, dem die ganze Angelegenheit, die vor Gericht erörtert wurde, peinlich war.In der notgebremsten S-Bahn wurde glücklicherweise niemand verletzt. Die Streckensperrung dauerte rund 25 Minuten. Vor Gericht stand Dann die Frage im Vordergrund, ob für den damals 20-Jährigen Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht angewandt werden sollte.

Die Staatsanwaltschaft erkannte bei dem Industrieelektriker kein jugendtypisches Verhalten und forderte eine Verurteilung zu einer Geldstrafte in Höhe von 50 Tagessätzen à 55 Euro (Gesamtstrafenforderung 2.750 Euro). Doch das Gericht hatte ein Einsehen und folgte der Argumentation der Jugendgerichtshilfe.

Geständiger Sünder von Urteil überrascht

Das Verfahren gegen den geständigen Sünder wurde gegen eine Geldauflagein Höhe von 800  Euro zugunsten der Brücke e.v. Augsburg, eingestellt. Der Schwabe, von der Forderung der Staatsanwaltschaft sichtbar überrascht, nahm das Urteil postwendend an, womit es sofort rechtskräftig wurde.

Ob auf den jungen Mann noch zivilrechtliche Forderungen der Deutsche Bahn AG zukommen ist nicht bekannt.

Für die Münchner Bundespolizei ist dieses Urteil (insbesondere verbunden mit der Forderung der Staatsanwaltschaft) einmal mehr ein Beleg dafür, dass „Gleisläufer“ für ihr Tun auch strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. 

Da sich zur Oktoberfestzeit gegen Mitternacht unter anderem auch zahlreiche, zum Teil stark alkoholisierte Personen in der zwangsgebremsten S-Bahn befanden, grenzte es fast an ein Wunder, dass niemand in der S-Bahn verletzt wurde.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion München

Quelle: rosenheim24.de

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