Nach neun Stunden in Köln statt Madeira gelandet

Münchner erlebt Urlaubs-Odyssee: "Es war der Horror"

  • schließen

München/Funchal - Robert S. wollte eigentlich "nur" von München nach Madeira in den Urlaub fliegen. Doch für den Münchner und die anderen Passagiere endete das Ganze mit einem echten Albtraum.

"Es war der Horror", sagte der 62-Jährige unserem Partnerportal tz.de. Insgesamt saß S. neun Stunden im Flugzeug - ohne jemals das Ziel zu erreichen und dann nach rund 6.000 Kilometern Umweg mitten in der Nacht in Köln zu "stranden". 

Zunächst schien alles nach Plan zu laufen: Die Maschine der Fluggesellschaft  TUI Fly startete am Dienstagnachmittag gegen 16 Uhr am Münchner Flughafen und erreichte gegen 21 Uhr (Ortszeit) den Luftraum der Atlantik-Insel Madeira. Dann aber die Kehrtwende: Der Pilot machte eine Durchsage, dass man in Funchal wegen starken Windes nicht landen könne und man deswegen umkehren müsse.

Flugbegleiterin drohte mit der Polizei

Der Flieger landete gegen Mitternacht dann auf dem Flughafen von Faro an der portugiesischen Algarve - für einen Tankstopp. S. wollte dort aussteigen. "Ich habe mich meiner Freiheit beraubt gefühlt. Die Flugbegleiterin aber hat mir sofort mit der Polizei gedroht", sagte er der Zeitung weiter. Schließlich fliegt die Maschine weiter nach Köln, weil es dort kein Nachtflugverbot gibt.

Dort findet die Odyssee endlich ein Ende, wenn auch wieder auf ärgerliche Weise: Wie die Zeitung weiter schreibt, wäre kein Vertreter der Fluggesellschaft beim Empfang der verärgerten Urlauber vor Ort gewesen. Stattdessen seien S. und seine Frau von Sanitätern zu Bussen geschickt worden, die sie schließlich um 4 Uhr morgens in ein Hotel nach Königswinter, 30 Kilometer vom Flughafen entfernt, brachten. Die Fluggessellschaft erklärte, die Zwischenfälle würden überprüft, denn am selben Tag hätten vier weitere Maschinen bereits nicht auf Madeira landen können...

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Bayern

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT