Oktoberfest-Blaulicht vom 18. September

Grapschende Iraker, Hakenkreuz-Tattoo und ein entblößtes Glied

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München - Stark gefordert war die Polizei auch am ersten Wiesn-Montag. Neben verbotenen Tätowierungen, Diebstählen und Masskrug-Schlägereien mussten sich die Beamten auch um ein kaputtes Fahrgeschäft und sexuelle Übergriffe kümmern.

Fahnder schnappen irakische Taschendiebe

Am Montag, gegen 22.20 Uhr, fühlten sich drei irakische Taschendiebe im Alter von 19 und 22 Jahren offenbar unbeobachtet, als sie in einem Festzelt zwischen den Reihen umhergingen und sich nach Diebesgut umsahen. Nachdem sie einem 29-jährigen Wiesn-Besucher aus Südafrika den Geldbeutel entwendet hatten, wurden sie von den Taschendiebfahndern festgenommen. 

Der 22-jährige Täter wurde einer Haftanstalt überstellt, da er einen offenen Haftbefehl hatte. Seine Mittäter wurden nach erfolgter polizeilicher Sachbearbeitung wieder entlassen. 

Maßkrug ins Gesicht geschlagen 

Ein 24-jähriger Münchner schlug am Montag, gegen 21.20 Uhr, einem 50-jährigen Wiesn-Besucher in einem Festzelt einen Maßkrug ins Gesicht. Der Sicherheitsdienst hielt die Beteiligten bis zum Eintreffen der Polizei fest. 

Der 50-Jährige erlitt eine starke Schwellung an der linken Schläfe und wurde vom Wiesn-Rettungsdienst versorgt. Den Tatverdächtigen erwartet eine Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. 

Sexueller Übergriff in einem Festzelt 

Bereits am Samstag, 16.09.2017, gegen 22.00 Uhr, hielt sich eine 22-jährige Münchnerin vor dem Toilettentrakt eines Festzeltes auf, um dort auf ihre Freundin zu warten. Da sie sich in Folge ihrer Alkoholisierung nicht gut fühlte, nahm sie die Hilfe eines unbekannten Mannes in Anspruch, der ihr anbot, sie zu ihrem Tisch zu geleiten.

Dieser nutzte jedoch die Hilflosigkeit der 22-Jährigen aus und bedrängte sie, sein bereits entblößtes Geschlechtsteil zu berühren. Außerdem versuchte er die 22-Jährige zu küssen. Diese konnte sich dem Unbekannten jedoch entziehen und flüchten. 

Täterbeschreibung: Männlich, schwarzer Drei-Tage-Bart, kurze dunkle Haare, bekleidet mit einem rot-karierten Hemd, welches hochgekrempelt bis zur Mitte des Unterarms war und eine Lederhose. Sprach akzentfrei deutsch. Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen. 

Technischer Defekt an einem Fahrgeschäft

Am Montag, gegen 16.45 Uhr, kam eine Wiesn-Einsatzgruppe zufällig an einem Fahrgeschäft vorbei, als dieses plötzlich unplanmäßig zum Stillstand kam. Die Fahrgäste wurden mittels der Notbetriebsschaltung aus ihren Sitzen befreit und konnten das Fahrgeschäft unverletzt verlassen. Die Feuerwehr, die Festwiesenleitung und der TÜV waren vor Ort. 

Eine Untersuchung erbrachte, dass ein Sensor defekt war und ausgetauscht werden musste. Im Anschluss daran wurden mehrere Testfahrten durchgeführt. Das Fahrgeschäft konnte durch den TÜV und die Festleitung wieder freigegeben werden. 

Franzose mit Hakenkreuz-Tätowierung

Am Montag gegen 17 Uhr wurde an einem Zugang des Oktoberfestes ein 32-jähriger Franzose durch Polizeikräfte einer Kontrolle unterzogen. Er trug sichtbar eine Odal-Rune am Hals. Unter seiner Kleidung hatte er zahlreiche weitere Tätowierungen, unter anderem ein Hakenkreuz

Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Da gegen den 32-Jährigen zudem ein europäischer Haftbefehl vorlag, wurde er der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.

Vier Iraker verüben sexuelle Übergriffe

Am Sonntag, gegen 22.45 Uhr, verließ eine 30-jährige Münchnerin mit ihren beiden Freundinnen ein Festzelt auf dem Oktoberfestgelände. Plötzlich wurde ihr unvermittelt von einem 37-jährigen Iraker zwischen die Beine gegriffen. Nachdem der 37-Jährige sich in Begleitung von drei Landsleuten entfernte, folgte die 30-Jährige mit ihren Freundinnen der Personengruppe und machte eine Einsatzgruppe der Polizei auf diese aufmerksam. 

Da sich der Iraker gegen die Festnahme sperrte, musste er gefesselt werden. Während der Anzeigenaufnahme stellte sich heraus, dass er und seine drei Begleiter noch weitere bislang unbekannte Frauen belästigt hatten. Der 37-Jährige und seine drei Begleiter (30, 34 und 39 Jahre alt) wurden dem Ermittlungsrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt, welcher inzwischen Haftbefehle erließ.

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, insbesondere Frauen, die ebenfalls durch die oben genannten Personen belästigt wurden, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Belgier tritt Polizisten in den Rücken

Am Montag, gegen 23 Uhr, schlug ein 33-jähriger belgischer Wiesn-Besucher einem 53-jährigen Wiesn- Besucher unvermittelt mit der Hand ins Gesicht. Der 53-Jährige wurde hierbei nicht sichtlich verletzt und klagte lediglich über leichte Schmerzen im Gesicht. Der 33-jährige Tatverdächtige wurde anschließend von einer Einsatzgruppe der Polizei vom Festgelände begleitet. Dies wollte der Mann allerdings nicht einsehen und ging nun die am Eingang stehenden Ordner an. Aus diesem Grund wurde er von der Polizei in Sicherheitsgewahrsam genommen und in Richtung der Wiesn- Wache gebracht. 

Auf dem Weg dorthin trat einem der eingesetzten Polizeibeamten in den Rücken. Dieser erlitt trotz einer getragenen Schutzweste durch den Tritt eine Prellung, wurde aber nicht bleibend verletzt und konnte seinen Dienst fortsetzen. Der Tatverdächtige wird dem Haftrichter im Polizeipräsidium München vorgeführt.

Die Polizeieinsätze des Auftaktwochenendes haben wir HIER für Sie zusammengefasst.

Polizeipräsidium München/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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