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Erzbistum München und Freising bestätigen

Verdächtiger Priester auch in Garching an der Alz eingesetzt

Ein einst wegen sexuellen Missbrauchs verdächtiger Priester aus dem Bistum Eichstätt war in den 1980er Jahren auch in der Gemeinde Garching an der Alz (Landkreis Altötting) eingesetzt. Das teilten am Montag das Erzbistum München und Freising und das Bistum Eichstätt mit. In Garching an der Alz war später auch der wegen Missbrauchs mehrfach versetzte und verurteilte Priester H. tätig. Dem Fall H. - der wohl bekannteste Missbrauchsfall aus dem Erzbistum München und Freising - war im Münchner Missbrauchsgutachten gar ein Sonderband gewidmet worden.

München/Garching - Wie das Erzbistum mitteilte, hatten sich aus einer von der Deutschen Bischofskonferenz und der Bischöflichen Aktion Adveniat beauftragten unabhängigen Studie Hinweise ergeben, dass sich der Geistliche in den 1960er Jahren an seinen Wirkungsstätten im Bistum Eichstätt sexuell übergriffig verhalten haben soll. Es gebe bislang keine Hinweise auf Übergriffe des Priesters während seiner Zeit in Garching an der Alz zwischen Oktober 1984 und September 1986. „Es kann aber nicht ausgeschlossen werden“, hieß es.

Darüber hinaus gebe es aktuell keine Hinweise auf einen Fall eines sexuellen Missbrauchs Minderjähriger oder schutz- oder hilfebedürftiger Erwachsener des betreffenden Priesters innerhalb der Erzdiözese. Die Überprüfung der Akten dauere aber noch an. Am Wochenende sei die Pfarrei Garching an der Alz informiert worden.

Am Wochenende war bekannt geworden, dass der damalige Eichstätter Bischof Alois Brems den betreffenden Priester gedeckt haben soll. Nachdem eine Betroffene Anzeige erstattet hatte, sei der Priester unter falschem Namen als Missionar nach Afrika und Südamerika geschickt worden und nach seiner Rückkehr - als die vorgeworfenen Taten verjährt gewesen wären - nach Garching an der Alz gekommen. Sowohl der Geistliche als auch Brems sind inzwischen gestorben.

dpa

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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