Fürstenfeldbrucker stirbt nach Schlag gegen Kopf

Urteil im Prozess um tödliche Oktoberfest-Schlägerei gefallen

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Polizisten untersuchen auf dem Oktoberfestgelände am Augustiner-Zelt den Tatort.
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München - Vor dem Landgericht München I soll heute das Urteil im Prozess um einen tödlichen Oktoberfest-Streit fallen. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen Körperverletzung mit Todesfolge fünf Jahre Haft für den 43-jährigen Angeklagten gefordert, dessen Verteidigung maximal drei Jahre.

Update, 10.29 Uhr: Urteil gegen 43-Jährigen gefallen

Im Prozess um die tödliche Oktoberfest-Schlägerei im Jahr 2018 ist am Dienstagvormittag das Urteil gegen den Angeklagten verkündet worden. Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, wurde der 43-Jährige zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt. Zusätzlich muss der Mann in eine Entziehungsanstalt.

Vorbericht

Er hatte zum Verfahrensauftakt gestanden, einen 58 Jahre alten Kontrahenten aus Fürstenfeldbruck im September 2018 heftig niedergeschlagen zu haben. Der Mann aus dem Münchner Umland starb wenig später an einer Hirnblutung. Der Tod auf der Wiesn hatte im vergangenen Jahr Schlagzeilen gemacht. In seinem Schlusswort hatte sich der Münchner bei den Hinterbliebenen des Opfers – ein 58-jähriger Fürstenfeldbrucker – entschuldigt. "Es tut mir echt furchtbar leid", so der 43-Jährige.

"Ich habe wahrscheinlich meine Kraft unterschätzt."

Die beiden deutschen Männer waren im Außenbereich des Augustiner-Festzeltes aneinandergeraten. Nach Aussage des Angeklagten wurde der ältere Mann ordinär und versuchte, seine Bekannte anzumachen. Dann habe er ihn geschlagen, woraufhin das Opfer zu Boden ging. Vor Gericht räumte er ein: "Ich habe wahrscheinlich meine Kraft unterschätzt." 

Angeklagter ist 19-fach vorbestraft

Erst am nächsten Tag habe er erfahren, dass der Mann gestorben sei. Daraufhin stellte sich der 43-Jährige der Polizei. Das und sein Geständnis hielt ihm auch die Staatsanwaltschaft zugute.

Andererseits ist der Gerüstbauer 19-fach vorbestraft. Die Staatsanwaltschaft forderte fünf Jahre Haft. Der alkohol- und drogenabhängige Mann solle zudem in eine Entziehungsanstalt.

mh mit Material der dpa

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