Fix! Landkreis Altötting wird Hochschulstandort

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München/Altötting - Bald kann sich der Nachwuchs im Landkreis glücklich schätzen: Das Kabinett entschied sich, die Studienangebote um Altötting und zwei weiteren Standorte zu erweitern. 

Grünes Licht für einen Hochschulstandort im Landkreis Altötting! In seiner heutigen Sitzung hat das bayerische Kabinett endgültig beschlossen, die Studienangebote in Südostbayern um drei Standorte zu erweitern und auch die entsprechenden personellen und finanziellen Ressourcen bereitzustellen. Mit dabei ist der Landkreis Altötting, der Studienangebote im Bereich der Chemie- und Verfahrenstechnik erhält, die in Zusammenarbeit mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Rosenheim entwickelt werden.

„Für unsere Heimat ist dies eine unglaublich wichtige und vor allem zukunftsweisende Entscheidung“, erklärte die örtliche Stimmkreisabgeordnete Ingrid Heckner in einer ersten Reaktion. „Damit bieten wir unserem Nachwuchs eine reizvolle und vor allem heimatnahe Studienalternative, steigern so die Attraktivität der Region und bilden zugleich auch noch die nötigen Fachkräfte für unsere Arbeitgeber aus“, so Heckner weiter. Seit mehr als einem Jahr kämpfe man bereits um einen Hochschulstandort im Landkreis Altötting. „Es freut mich daher sehr, dass sich der unermüdliche Einsatz nun endlich ausgezahlt hat.“

Bereits ab dem Wintersemester 2016/2017 soll der Studienbetrieb im Landkreis stufenweise anlaufen, der genaue Standort für die Studiengänge ist allerdings noch nicht festgelegt und soll örtlich entschieden werden. „Wir müssen die Hochschule Rosenheim nun schnellstmöglich in die Lage versetzen, ihr Konzept in die Tat umzusetzen, damit wir schon zum Herbst 2016 mit mindestens einem oder gar zwei Studiengängen starten können“, ergänzt die Abgeordnete. Für das Gelingen sei deshalb eine gute Kooperation zwischen Hochschule, Landkreis und Kommunen unabdingbar.

Das Konzept der Hochschule Rosenheim sieht für das Chemiedreieck insgesamt vier duale Studiengänge vor: Chemie-/ Verfahrenstechnik, Mechatronik, technische Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurswesen. Verfahrenstechnik soll, aller Voraussicht nach, auch der Premierenstudiengang werden. Wenn alles so gut läuft, wie es sich die Abgeordnete vorstellt, sollen schließlich „bis zu 500 Studenten im Landkreis studieren können.“

Neben dem Landkreis Altötting, für dessen Hochschulstandort zunächst 7 Stellen zur Verfügung gestellt werden, bekommt Mühldorf einen dualen Bachelorstudiengang Pflege und in Pfarrkirchen werden die Studienmöglichkeiten im Bereich Gesundheitswissenschaften um ein technisches Angebot erweitert. Heckner dazu: „Es freut mich, dass alle drei Standorte gleichzeitig im Paket beschlossen wurden und jeweils ein eigenständiges Studienprofil erhalten haben“.

Unabhängig von dieser Entwicklung läuft das in Kooperation mit der Hochschule Rosenheim entwickelte Modellprojekt MINT-Basisstudium an der Beruflichen Oberschule Inn-Salzach in Altötting weiter. Die Abgeordnete abschließend: „Endlich wird der weiße südostoberbayerische Fleck auf der Hochschullandkarte des Freistaats getilgt.“

af

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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