Mittel sollen noch einmal um 500.000 Euro erhöht werden

MdL Heckner: „Gewalt gegen Frauen und Kinder gezielt bekämpfen“

München/Altötting (af). „Gewalt gegen Frauen und Kinder ist ein gesellschaftliches Übel, das wir engagiert, gemeinsam und entschlossen bekämpfen müssen“, fordert die Altöttinger Stimmkreisabgeordnete Ingrid Heckner. „Deshalb wollen wir als CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag schon jetzt ein wichtiges Zeichen setzen und die Förderung von Maßnahmen zum Abbau der Gewalt gegen Frauen und Kinder noch einmal deutlich erhöhen“, erläutert die Landtagsabgeordnete.

„Im Nachtragshaushalt 2018 sollen die von der Staatsregierung bereits im Regierungsentwurf um eine Million Euro erhöhten Mittel deshalb nochmals um 500.000 Euro auf knapp vier Millionen Euro erhöht werden“, betont Heckner. Dies sei eine schnelle Verbesserung, die direkt vor Ort bei den betroffenen Frauen und Kindern ankomme.

Die Abgeordnete ergänzt: „Es ist wichtig, dass Frauen und Kinder, die von Gewalt betroffen sind, unseren Schutz und unsere Hilfe bekommen. Daher unterstützen wir die Kommunen gerne bei der Erfüllung dieser Aufgabe. Gemeinsam mit den Kommunen und der Freien Wohlfahrtspflege erarbeitet die Staatsregierung derzeit darüber hinaus ein neues Gesamtkonzept zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen.“

In Bayern suchen jedes Jahr etwa 1.700 Frauen mit ebenso vielen Kindern Zuflucht in einem Frauenhaus. „Daher haben wir seit 2016 die finanziellen Mittel für Frauenhäuser verdoppelt“, unterstreicht Heckner. Frauenhäuser seien aber nur ein Teil der Angebote, die es in Bayern für Frauen und Kinder gibt, die Gewalt erleben und ertragen mussten. Auch Notrufe und Fachberatungsstellen bieten Anlaufstellen, an die sich Betroffene wenden können.

„Um auch Frauen zu erreichen, die nicht den Mut haben, in ein Frauenhaus zu gehen, fördert der Freistaat Bayern seit 2015 Interventionsstellen, die nach einem polizeilichen Einsatz bei häuslicher Gewalt proaktiv mit den betroffenen Frauen Kontakt aufnehmen“, legt die Landtagsabgeordnete dar.

Entscheidend sei, dass alle Beteiligten – Kommunen, Freistaat und Freie Wohlfahrtspflege – bis Frühjahr ein neues Gesamtkonzept zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen vorlegten, damit die Angebote für Frauen und Kinder vor Ort zügig ausgebaut und weiterentwickelt werden könnten. Dabei solle ein Schwerpunkt vor allem auch auf die Prävention von Gewalt gegen Frauen und den Frauenhandel gelegt werden, so Heckner abschließend.

Pressemitteilung Büro Ingrid Heckner, MdL

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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