Oktoberfest-Blaulicht vom 21. September

Tritte, Schläge, Bisse - und eine versuchte Vergewaltigung

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München - Rund um das Oktoberfest gab es für die Polizei auch am Donnerstag wieder viel zu tun. Es gab Schläger, Randalierer und sexuelle Belästigungen. Negatives "Highlight" war allerdings eine versuchte Vergewaltigung auf dem Heimweg von der Wiesn:

Iranischer Uhrendieb landet in U-Haft

Bereits am Mittwoch, gegen 22.30 Uhr, konnten Taschendiebfahnder aus Berlin einen 25-jährigen Iraner dabei beobachten, wie er in einem Bierzelt im Bereich der Bühne einen 40-jährigen Spanier antanzte. Während des Antanzens umarmte er den Spanier mehrfach und konzentrierte sich dabei auf seine getragene Armbanduhr. Letztendlich gelang es ihm sogar den Verschluss der Uhr zu öffnen.

Der Uhrendieb hatte sich wohl den falschen Tanzpartner ausgesucht, da es sich bei dem Spanier um einen Polizeibeamten aus Barcelona handelte, der sich privat auf der Wiesn aufhielt. Der 25-jährige Iraner wurde festgenommen und zur Wiesn-Wache gebracht. Er wurde dem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl

100.000 Euro Schaden an Kehrmaschine

Bei der Inbetriebnahme einer Kehrmaschine stellte ein 48-jähriger Kraftfahrer fest, dass eine Kontrollleuchte in seinem Display aufleuchtete. Nachdem er auch noch Schmorgeruch feststellte, der aus dem Bereich des Motorblockes stammte, stellte er den Motor sofort wieder ab. Kurze Zeit später fing das Fahrzeug im Bereich des Motors an zu brennen. Mittels eines Feuerlöschers versuchten zwei Zeugen den Brand zu löschen. Dies gelang ihnen jedoch nicht. 

Erst durch die hinzugerufene Feuerwehr konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht und gelöscht werden. Die Brandursache war vermutlich ein technischer Defekt im Motorblock. Schaustellerbetriebe oder weitere Objekte wurden durch das Feuer nicht beschädigt. Der durch den Brand entstandene Schaden an der Kehrmaschine wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. 

Unbekannter schlägt mit Maßkrug zu 

Ein 21-jähriger Student wurde am Mittwoch, gegen 23.15 Uhr, vor dem Haupteingang eines Festzeltes von einem unbekannten Mann mit einem Maßkrug ins Gesicht geschlagen. Durch den Schlag erlitt er eine starke Schwellung über seinem linken Auge. Anschließend begab sich der Student zu einem Sicherheitsposten bei der Bavaria und verständigte von dort aus die Polizei. 

Konkrete Angaben zum Täter oder zum Tathergang konnte der 21-Jährige nicht machen. Zur Abklärung der Verletzungen wurde der 21-jährige Student in ein Münchner Krankenhaus gebracht.

Randalierer tritt Ordner mit Fuß gegen den Kopf 

Ein Mann randalierte am Donnerstag gegen 20.10 Uhr in einem Bierzelt. Als der Sicherheitsdienst ihn fixieren wollte, trat der Mann einem Ordner mit dem Stiefel gegen seine Schläfe. Durch den Tritt wurde der Ordner verletzt und musste ärztlich untersucht werden. Der Täter wurde von einer polizeilichen Einsatzgruppe zur Wiesn-Wache gebracht. 

Da er weiter um sich schlug, wurden ihm für den Transport Handschellen angebracht. Nachdem er keinen Ausweis oder andere amtliche Dokumente mit sich führte und bislang auch seine Personalien nicht angegeben hat, wurde er vorläufig festgenommen. Eine Anzeige wegen Körperverletzung wurde gestellt. 

Australierin greift Wiesn-Besucher an und beißt Polizisten 

Eine 20-jährige Australierin griff am Donnerstag gegen 17.40 Uhr augenscheinlich grundlos auf der Wirtsbudenstraße einen Besucher der Wiesn und dessen Freundin an. Hierbei griff sie in die Jacke der 50-jährigen Freundin und warf das Handy des Freundes auf den Boden. Im Anschluss warf sie ihren eigenen Schminkspiegel herunter und schnitt sich mit einer der Scherben des Spiegels im Bereich des Unterarms und des Knies selbst. Dadurch erlitt sie oberflächliche Verletzungen. 

Auf die hinzugerufene Einsatzgruppe der Polizei ging sie ebenfalls los. Sie biss drei der eingesetzten Beamten. Die aggressive und stark alkoholisierte Australierin wurde in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen, da sie auf der Wiesn-Wache Suizidgedanken äußerte. 

Mit Maßkrug und Glas gegen Kopf geschlagen

Am Donnerstag, gegen 22.30 Uhr, schlug in einem Bierzelt ein unbekannter Mann zwei polnischen Wiesn-Gästen einen Maßkrug auf den Kopf. Der genaue Tathergang ließ sich aufgrund der starken Alkoholisierung der beiden 23 und 42 Jahre alten Männer nicht mehr erfragen. Durch den Maßkrugschlag wurden die beiden leicht verletzt. 

Darüber hinaus griff ein 23-Jähriger, der an einer Bar eines Bierzeltes saß, gegen 23.50 Uhr, nach einem Glas und schlug dieses einem namentlich noch unbekannten Mann mehrmals von oben nach unten ins Gesicht. Zwei Zeugen beobachteten den Vorfall. Der Geschädigte kam mit dem Verdacht auf ein Schädelhirntrauma und einer Nasenfraktur in ein Münchner Krankenhaus. Aufgrund seines Zustandes konnte er noch nicht zum Sachverhalt befragt werden. Der 23-jährige Student wurde wegen gefährlicher Körperverletzung angezeigt und in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München gebracht. Von dort wird er dem Haftrichter vorgeführt

Inder greift Kanadierin unter Dirndl

Eine 26-jährige Kanadierin und ihre 27-jährige Schwester fanden sich am Donnerstag, gegen 17.20 Uhr, in einem Bierzelt und standen dort auf den Bierbänken. Plötzlich spürte die 26-Jährige, dass ihr jemand von hinten unter den Rock ihres Dirndls griff. Nachdem der 33-jährige Inder sofort weiter gegangen war, verfolgten ihn die 26-Jährige und ihre Schwester und stellten ihn zur Rede. 

Daraufhin wurden die Ordner aufmerksam und brachten den 33-Jährigen zur Wiesn-Wache. Er wurde vorläufig festgenommen und gegen ihn wird nun wegen sexueller Belästigung ermittelt

Wiesn-Besucher begrapscht zwei Frauen

Ein 34-jähriger Pakistaner lief zwei 24-jährigen Oktoberfest-Besucherinnen hinterher und begrapschte sie an der Brust und dem Gesäß. Die Frauen waren zuvor in einem Bierzelt, wo sie bereits auf den Mann getroffen waren. Seitdem folgte er ihnen. Das Begrapschen des 34-Jährigen konnte von Polizeibeamten beobachtet werden und sie konnten den Täter auf frischer Tat festnehmen. Der 34-Jährige wird wegen sexueller Belästigung angezeigt und gegen ihn wird ein Betretungsverbot für die Wiesn angeregt.

Versuchte Vergewaltigung auf Heimweg von Wiesn

Am Donnerstag, gegen 22 Uhr, hatte eine 20- jährige Studentin aus Kanada mit Bekannten das Oktoberfest besucht. Im dortigen Trubel verlor sie aber ihre Begleitung.  Nun schloss sie sich einer anderen Gruppe an, unter der sich auch der spätere Täter befand. 

Mit zwei Jugendlichen und dem Täter fuhr sie dann gemeinsam mit einem Taxi zum internationalen Jugendlager, Am Kapuzinerhölzel, im Stadtteil Moosach, da auch die Gruppe um den Täter dort nächtigte. Auf dem Fußweg zu dem Jugendlager packte der unbekannte Täter sie nun, drückte sie an einen Baum und hob ihren Rock hoch. Gleichzeitig versuchte er in sie einzudringen, was aber misslang. 

Der 20-Jährigen gelang es den Täter von ihr wegzustoßen, so dass dieser von ihr abließ und sich entfernte. Erst später offenbarte sie sich schließlich ihren Freundinnen, die die Polizei verständigten. 

Täterbeschreibung: Männlich, ca. 20 Jahre alt, dunkle kurze Haare; bekleidet mit Lederhose, sprach Englisch mit ausländischem Akzent. 

Zeugenaufruf: Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Polizeipräsidium München/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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