30 Festnahmen und massive Ausschreitungen in München

Serbische Fans zünden Pyrotechnik in U-Bahnhof am Marienplatz

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München - Mit 3:0 (1:0) siegte der FC Bayern zum Champions League-Auftakt gegen Roter Stern Belgrad. Die Bilanz der Polizei fiel weniger erfreulich aus - was zum großen Teil am Verhalten einiger serbischer "Fans" lag.

In der Spitze hielten sich am Mittwoch, 18. September, bis zu 3.000 serbische Anhänger in der Münchner Innenstadt auf, wie das Polizeipräsidium München nun mitteilte. Bereits vor dem Spiel am Nachmittag waren deswegen mehrere Polizeieinsätze nötig.

Beispielsweise hielt sich eine Gruppe von etwa 20 Belgrader Fans in einem Lokal in der Neuhauser Straße auf. Hier kam es dann zu Meinungsverschiedenheiten mit den Angestellten, woraufhin die Fans des Lokals verwiesen wurden. Hierzu wurde die Unterstützung der Polizei notwendig. Die Serben erhielten allesamt Platzverweise, von neun Personen wurden dabei die Personalien aufgenommen. 

Ab 16 Uhr sammelte sich dann ein Großteil der Roter-Stern-Anhänger am Marienplatz, so dass in der Spitze dort etwa 1.000 serbische Fußballanhänger vor Ort waren. Hierbei kam es dann zu Auseinandersetzungen mit Teilnehmern einer anderen Versammlung, die am Marienplatz stattfand. Ein Gastfan schmiss dabei zwei Flaschen und traf dabei einen Polizeibeamten, der jedoch unverletzt blieb. Der Tatverdächtige konnte anschließend durch die Polizei festgenommen werden. 

Feueralarm im U-Bahnhof Marienplatz

Pyrotechnik wurde unter anderem auch im Untergeschoss des U-Bahnhofes Marienplatz abgebrannt, so dass hier der Feueralarm ausgelöst wurde. Es kam zu starken Rauchentwicklungen. Im Anschluss wurde das Untergeschoss durch die U-Bahnwache geräumt. 

Auch rund um die Allianz Arena kam es im Vorfeld des Spieles immer wieder zu Vorfällen mit serbischen Fußballfans, die ein Einschreiten der Polizei notwendig machten. Unter anderem wurden drei Fans aus Belgrad die Eintrittskarten durch drei andere Gastfans geraubt. Ein Täter konnte hierbei durch die Polizei festgenommen werden. Ansonsten wurde mehrfach versucht, ohne Eintrittskarte in das Stadion zu gelangen. Auch hier kam es zu mehreren Festnahmen durch die Polizei. 

Auch während des Spieles und nach dem Spiel kam es zu weiteren Vorfällen. Unter anderem konnte nach dem Spiel nur durch einen massiven Einsatz der Einsatzkräfte ein Zusammenstoß zwischen Heim- und Gastfans verhindert werden. Insgesamt kam es bei dem Fußballeinsatz zu 30 Festnahmen wegen Straftaten wie Raub, Landfriedensbruch, Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung oder Hausfriedensbruch. Außerdem gab es Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, dem Sprengstoffgesetz, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und es wurden auch verfassungsfeindliche Symbole gezeigt oder verwendet. 

"Es bleibt festzuhalten, dass nur ein massives Einschreiten der eingesetzten Polizeibeamten gegen die vielfach alkoholisierten und nicht kooperativen Gästefans schlimmere Auswirkungen verhindert hat", bilanzierte die Münchner Polizei in einer Pressemitteilung.

mw/Polizei München

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Montage)

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