Erschreckende Geschichte einer Familie aus München

Schwerkrankes Baby wartet acht Stunden auf Behandlung

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München/ Augsburg - Es ist eine Geschichte, die vielen Eltern Angst machen dürfte. Acht Stunden lang suchten Mama Elisabeth und Papa Matthias für ihre kranke Tochter Frieda ein geeignetes Intensivkrankenbett. 

Es sind Momente auf die Eltern gerne verzichten. Das Kind wacht auf, hat hohes Fieber und Atemnot. Dies musste am vergangenen Dienstag Mama Elisabeth und Papa Matthias erfahren. „Kurzzeitig linderte ein Fiebermittel ihre Situation, aber laut Kinderärztin sollten wir schnellstmöglich in die Klinik fahren oder einen Notarzt rufen", schildern die Eltern ihre Situation gegenüber unserem Partnerportal tz.de 

München: Alle Kinderintensivstationen dicht - schwerkrankes Baby muss nach Augsburg

Doch dies war erst der Anfang einer unglaublichen Odyssee. Auf Rat der Kinderärztin machte sich die Familie auf den Weg in die Haunersche Kinderklinik in München. Dort wurde Frieda, die mit einer großen Omphalozele zur Welt kam, zwar untersucht , doch ein Platz auf der Intensivstation war nicht frei. 

Als Alternative wurde Frieda ein Platz in Harlaching angeboten. Die Klinik dort verfüge über eine nächtliche Atemunterstützung (HFNC High Flow), welche für Frieda dringend erforderlich sei, so die Aussage der Ärzte der Haunerschen Kinderklinik. 

In Harlaching angekommen, folgte jedoch die nächste Enttäuschung. Die nächtliche Atemunterstützung kann in Harlaching nur in Verbidnung mit einem Bett auf der Intensivstation angeboten werden, aber hier war keines mehr frei - sowie auch alle anderen Kinderintensivstationen in München belegt waren. 

Mama Elisabeth zeigt sich schockiert

Nach zahlreichen Telefonaten und Stunden des Wartens ohne Behandlung erhielt die Familie die erlösende Nachricht: Augsburg hat noch einen Intensivplatz frei. Drei Stunden nach der befreienden Botschaft konnte das Kind zusammen mit einer Kinderärztin in einem Krankenwagen nach Augsburg gebracht werden.

„Es kann nicht sein, dass ein schwer krankes, beatmetes Kind so lange keine Hilfe bekommt. Wir hatten einfach nur großes Glück, dass die Lunge keinen weiteren Schaden genommen hat", erzählt Mama Elisabeth unserem Partnerportal tz.de. 

mz

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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