Von Polizei gesucht, weil er mal musste

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Egmating - Im Mordfall Luise Zimmermann hat die Soko Kaltenbrunn den bundesweit gesuchten Zeugen aus dem Video identifiziert - er stammt aus dem Landkreis Rosenheim.

Aufgrund der von der Soko veranlassten Lichtbildveröffentlichung eines jungen Mannes, der im Egmatinger Forst von einer Wildbeobachtungskamera eingefangen wurde, gelang nun die Identifizierung. Die Spur kann damit abgeschlossen werden. Es handelt sich um einen 42-jährigen Mann aus dem Landkreis Rosenheim. Ein möglicher Tatzusammenhang mit der Auffindung der Leiche einer 73-jährigen Rentnerin aus München kann derzeit von den Ermittlern weitestgehend ausgeschlossen werden.

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Ermöglicht wurde die Identifizierung durch einen Hinweis aus dem Arbeitsumfeld des Lagerarbeiters. Der Mann hielt sich zum fraglichen Zeitpunkt im Wald auf, weil er auf dem Nachhauseweg von seiner Arbeitsstelle ein unaufschiebbares persönliches Bedürfnis verspürte.

Wie die Ebersberger Zeitung recherchierte, geriet der 42-Jährige ins Visier  der Wildbeobachtungskamera, weil sein Navi im Auto streikte. Stresssituationen lösen bei ihm das dringende Bedürfnis aus, ein Klo aufzusuchen. So war es auch an jenem Tag. Es war purer Zufall, dass er sich dann in unmittelbarer Nähe des Tatorts erleiterte.

Wie glaubwürdig die Aussage des 42-Jährigen in Bezug auf seine Reaktionen unter Stress war,  konnten die Beamten bei der Vernehmung selbst feststellen. „Der war dauernd auf dem Klo“, bestätigte ein Polizeisprecher der Ebersberger Zeitung.

Die umfangreichen Veröffentlichungen seines Lichtbildes hatte der 42-Jährige selbst übrigens nicht wahrgenommen.

Quelle: rosenheim24.de

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