Mordfall "Jessica": Verwandte wollen Angeklagte entlasten

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Die wegen Mordes angeklagte Denise R. soll ihre Freundin Jessica vor zwei Jahren in deren Wohnung erstochen haben, um einen Scheckkartenbetrug zu vertuschen.

Nürnberg - Am zweiten Prozesstag im Mordfall “Jessica“ haben Verwandte der Angeklagten versucht, die 28-jährige Denise R. zu entlasten.

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Angeklagte im "Jessica"-Prozess bestreitet Mordvorwurf

Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, im Juni vor zwei Jahren in Erlangen ihre Bekannte Jessica erstochen zu haben. Als Motiv vermutet die Anklagebehörde, dass die Frau einen EC- Kartenbetrug vertuschen wollte. Am Dienstag waren ein Onkel und der 45 Jahre alte Stiefvater der Angeklagten vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth als Zeugen geladen. Sie bemühten sich darum, den Tattag zu rekonstruieren und zu erklären, dass die Angeklagte zum Tatzeitpunkt mit anderen Dingen beschäftigt gewesen sei.

Doch wie konnte der Täter oder die Täterin aus der Küche entkommen, wo Jessicas lebloser Körper die Tür versperrte? Die Staatsanwaltschaft erklärte: Denkbar sei eine Flucht über die Durchreiche, die Küche und Wohnzimmer verbindet. Eine Begehung des Tatorts am 1. Juli soll dem Gericht weitere Aufschlüsse über den Tathergang liefern.

Der gewaltsame Tod der zweifachen Mutter - die 26 Jahre alte Jessica starb laut Obduktionsbericht durch 40 Schnitt- und Stichwunden - hatte für großes Aufsehen gesorgt. Zunächst geriet ihr Mann in Verdacht. Nach aufwendigen Ermittlungen wurde schließlich die Angeklagte, eine Schulfreundin Jessicas, als Tatverdächtige festgenommen. Zum Prozessauftakt vor knapp zwei Wochen hatte die Angeklagte alle Vorwürfe abgestritten.

dpa

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