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Mittelfranke verkauft sieben Tonnen Drogen

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Der Drogenhandel ist ein lukratives Geschäft. Das Bild zeigt sogenannte Bodypacks - kleine Kapseln, in denen Kokain im Körper geschmuggelt werden kann.

Nürnberg - Ein Kaufmann aus Mittelfranken soll sieben Tonnen Drogen verkauft haben, fünf seiner Kunden starben. Die Staatsanwaltschaft hat gegen den Mann aus dem Landkreis Roth nun Anklage erhoben.

Ein Kaufmann aus Mittelfranken soll sieben Tonnen Drogen verkauft haben, fünf seiner Kunden starben. Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth hat gegen den Mann aus dem Landkreis Roth Anklage wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz in 7793 Fällen erhoben.

Dem 31-Jährigen wird vorgeworfen, zwischen 2007 und 2009 den Drogenersatzstoff Gamma-Butyrolacton (GBL) verkauft und dabei rund eine halbe Million Euro eingenommen zu haben. Seit Juni vergangenen Jahres sitzt der Mann in Untersuchungshaft.

GBL wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Donnerstag vor allem in der chemischen Industrie verwendet, etwa als Wirkstoff in Reinigungs- und Lösungsmitteln. Die Substanz wird aber auch als Drogenersatz eingenommen. Die Nebenwirkungen sind äußerst gefährlich: Der Konsument kann bewusstlos werden und ins Koma fallen. Schwerstabhängige müssen fast stündlich GBL einnehmen, um nicht unter Entzugserscheinungen zu leiden. Dem Angeklagten sollen die Gefahren bekanntgewesen sein, trotzdem soll er die Substanz verkauft haben. Neben den fünf Menschen, die nach der Einnahme von GBL gestorben sein sollen, sollen 76 weitere erhebliche gesundheitliche Schäden erlitten haben.

dpa

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