Missbräuchliche Einnahme von Pflanzengift

Großeinsatz in Stein an der Traun: Das steckt dahinter

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Stein an der Traun - Ein Großaufgebot an Rettungskräften war heute gegen 12.45 Uhr zu einem Einsatz nach Stein an der Traun ausgerückt.

Update 14.52 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Zu einem Feuerwehreinsatz kam es am Sonntag in Stein an der Traun. Auslöser des Einsatzes war ein 22-jähriger Traunreuter, der nach der Einnahme von Pflanzengift ins Trostberger Krankenhaus eingeliefert wurde. 

Nach seinen Angaben hatte er aus einem Glas getrunken, das womöglich dieses Pflanzengift enthielt. Nachdem nicht ausgeschlossen war, dass in dem Elternhaus des jungen Mannes noch Reste des Mittels vorhanden waren, wurde die Feuerwehr alarmiert um die gesundheitsgefährdende Substanz zu finden. Bei dem Einsatz, der von 12.30 Uhr bis 14 Uhr dauerte wurden allerdings nichts gefunden. 

Um sich selbst keinen Gesundheitsgefahren auszusetzen waren die Feuerwehren zum Teil mit Atemschutz in dem betroffenen Gebäude. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Stein, Traunreut und Altenmarkt mit 35 Kräften, sowie der Einsatzleiter Rettungsdienst, ein Notarzt und ein Rettungswagen. Der 22Jährige befindet sich nicht in Lebensgefahr. Die Polizei ermittelt jetzt die Umstände, wie es zu der Vergiftung kommen konnte und wo dieses Mittel herstammt.

Pressemitteilung Polizeistation Traunreut

Erstmeldung 14.45 Uhr:

Einem Hinweis folgend, wurden die Feuerwehren aus Stein an der Traun, Altenmarkt und Traunreut zu einem Wohnhaus alarmiert. 

In der dortigen Wohnung vermutete man giftiges Insektenschutzmittel, dem ein missbräuchlicher Gebrauch vorausgegangen war. Wie in solchen Fällen üblich fand die Suche nach der Substanz unter höchsten Sicherheitsmaßnahmen statt. Man wusste zu dem Zeitpunkt, indem man die Wohnung betrat, nicht ob oder wieviel und in welchem Behältnis sich dieses Insektenvernichtungsmittel noch in den Räumlichkeiten befand. Auch wurde ein großräumiger Absperrbereich eingerichtet. Trotz intensiver Suche unter Atemschutz konnte man nichts in er Wohnung finden. Der Einsatz konnte nach einer Stunde beendet werden. 

Die Feuerwehren aus Stein / Traun, Altenmarkt und Traunreut waren mit ca. 60 Männer und Frauen am Einsatzort. Das BRK war mit einem RTW, einem Notarzteinsatzfahrzeug und dem Einsatzleiter Rettungsdienst zur Absicherung der Atemschutzträger und der anderen Einsatzkräfte vor Ort. 

Großeinsatz an Rettungskräften am Samstag in Stein an der Traun 

Die Polizei aus Traunreut hat den Vorfall aufgenommen.

FDL/BeMi

Quelle: chiemgau24.de

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