Messerangriff: Täter muss ins Gefängnis

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Traunstein - Mit zwei Messern hatte ein 56-jähriger Aschauer seine Ex-Lebenspartnerin im Juli 2012 angegriffen und verletzt. Jetzt fiel das Urteil im Prozess.

Der 56-jährige Lkw-Fahrer konnte es anscheinend nicht verkraften, dass seine 20 Jahre jüngere Lebensgefährtin ihn verlassen hatte. Als sie dann auch noch ein Kontaktverbot gegen ihn erwirkte, griff sich der Aschauer am 15. Juli 2012 zwei Messer, und fuhr zu ihr. Nach eigenen Angaben, die der Angeklagte am ersten Verhandlungstag machte, habe er die Messer aber nur dabei gehabt, um sie nach dem Gespräch mit der Ex-Freundin zum Schleifen zu bringen. Im späteren Verlauf des Prozesses relativierte er diese Aussage: "Ich wollte sie nur einschüchtern. Ich hatte keine Absicht, sie zu verletzen."

Aber genau das tat er, an diesem 15. Juli. Über ein Dutzend Schnitt- und Schneideverletzungen erlitt die Geschädigte bei dem Angriff. Von den seelischen Schäden gar nicht zu sprechen. Bis heute hat die 36-Jährige mit psychischen Problemen zu kämpfen: "Als er damals auf mich zukam, hat es ihm vor Wut richtig die Augen rausgedrückt; das Bild sehe ich heute noch in meinen Alpträumen vor mir", so das Opfer bei ihrer Aussage.

Das Schwurgericht verurteilte den 56-Jährigen nun am Donnerstag wegen gefährlicher Körperverletzung zu fünf Jahren Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Beide Seiten haben eine Woche Zeit, um Revision einzulegen.

Bilder der Festnahme

Großfahndung und Festnahme nach Messerangriff

Patrick Steinke

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © ps/jre

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