Messe Rosenheim

Bedrohte Fluggesellschaft

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Rosenheim - Auch im Landkreis Rosenheim grassiert das Bienensterben! Auf der Messe Rosenheim berichtet der Imker-Kreisverband über diese für Mensch und Umwelt so nützliche, aber bedrohte Fluggesellschaft.

Honigbienen, die summend von Blüte zu Blüte fliegen. Das ist ein Frühlingsbild, das gar nicht mehr so selbstverständlich ist. Denn auch im Landkreis Rosenheim grassiert das Bienensterben. Auf der Messe Rosenheim, die von 18. bis 26. April auf der Loretowiese stattfindet, berichtet der Imker-Kreisverband über diese für Mensch und Umwelt so nützliche, aber bedrohte Fluggesellschaft.

Rund 1000 Imker und 5000 bis 6000 Bienenvölker gibt es im Landkreis Rosenheim. Ein Volk ist dabei durchaus 40.000 bis 50.0000 Bienen stark. 200 bis 300 Millionen Bienen im Landkreis klingt eigentlich nach viel. Doch jeden Winter stirbt rund ein gutes Drittel dieser Bienen. Ein gravierender Grund dafür ist der Befall mit der Varroamilbe. Dieser ursprünglich aus Asien stammende Parasit wurde bereits vor Jahrzehnten nach Europa eingeschleppt und führt immer wieder zum Zusammenbruch ganzer Bienenvölker.

Für Natur und Landwirtschaft ist das weit mehr als eine traurige Sache. Denn rund 80 % aller Pflanzen, die auf Fremdbestäubung angewiesen sind, werden durch Honigbienen bestäubt. Ohne Bienen sähe beispielsweise die Ernte der Obstbauern mager aus. Ebenfalls schade wäre es, wenn das morgendliche Frühstückbrot nicht mehr von goldgelbem Honig versüßt werden würde. Einen Vorgeschmack darauf lieferte das Jahr 2014, das aufgrund der Witterung ein ausgesprochen schlechtes Honigjahr war.

Auf der Messe informiert der Imker-Kreisverband über das Leben der Bienen, ihre Bedrohung, die Sozialstruktur im Bienenstock und die Bedeutung ihrer Arbeit. Darüber hinaus werden Bienenprodukte angeboten, Honig, Met oder Bonbons ebenso wie Kerzen oder Handcremes. Thematisiert werden auch die Aufgaben der Berufs- und Hobbyimker im Landkreis, die unabhängig von Verbands- oder Vereinsgrenzen untereinander eng zusammenarbeiten. Neu- und Jungimker sind jederzeit willkommen. An den Bienenlehrständen im Kreis werden im Rahmen von acht bis zehn Schulungen jährlich rund 200 Imker und zunehmend Imkerinnen ausgebildet.

Wer nicht gleich selbst imkern will, kann dennoch etwas für die Bienen tun: Privatleute können ihren Garten, Landwirte ihre Feld-, Wiesen- und Waldraine mit blühenden Blumenmischungen bepflanzen, damit die Bienen genügend Nahrung finden. Informationen zu Saat und Pflanzen erhält man unter anderem bei den Gartenbauvereinen. Eine gute Unterstützung ist es auch, den Honig direkt beim Imker nebenan zu kaufen und nicht auf importierte oder Massenware zuzugreifen.

Neben dem Imker-Kreisverband widmen sich weitere Aussteller dem Verhältnis zwischen Natur, Mensch und Tier, dem Thema Landwirtschaft und landwirtschaftlichen Erzeugnissen. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim präsentiert sich beispielsweise mit dem Thema „Nutzen des Waldes als Lebensgrundlage für Mensch und Tier“. Die Landesmedien Deutschland GmbH stellt mit dem „Landwirt“ eine Fachzeitschrift vor, die sich speziell an familiengeführte, kleine und mittelständische Betriebe richtet. Und – ob Käse, Speck oder Gewürze – Kostproben vieler Naturprodukte gibt es auf der Messe selbstverständlich auch.

Zur Messe: Die Messe Rosenheim findet von 18. bis 26. April 2015 auf der Loretowiese in Rosenheim statt. Sie ist täglich von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Ideeller Träger der Messe ist der wirtschaftliche Verband der Stadt und des Landkreises Rosenheim e.V. Mit 300 Ausstellern ist die Messe Rosenheim die größte und bedeutendste Verbrauchermesse in Südostbayern.

Pressemitteilung Kinold- Ausstellungsgesellschaft mbH

Quelle: rosenheim24.de

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